Identifikation für die QES neu rund um die Uhr

Skribblerinnen und Skribbler identifizieren sich ab sofort rund um die Uhr für die qualifizierte elektronische Signatur (QES). Auch nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Und wenn die Mobile ID einmal nicht erreichbar ist, übernehmen Signaturpasswort und Einmalcode automatisch.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Identifikation für die QES läuft ab sofort rund um die Uhr, an sieben Tagen pro Woche.
- Die Mobile ID bleibt die erste Wahl für die Signaturbestätigung. Fehlt sie, greifen Signaturpasswort und Einmalcode aufs Telefon.
- Beide Wege führen zur gleichen QES mit derselben Rechtsgültigkeit nach ZertES und eIDAS.
- Die Identifikation läuft im Onboarding mit, statt als separater Schritt danach.
Wenn der Vertrag bis Montagmorgen liegen bleibt
Freitagabend, kurz nach 18 Uhr. Der Arbeitsvertrag für die neue Teamleiterin ist raus, sie will ihn gleich unterzeichnen. Für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) muss sie sich einmalig identifizieren. Bisher ging das nur während der Bürozeiten. Der Vertrag wartet also bis Montag.
Diese Wartezeit kostet mehr als zwei Tage im Kalender. Sie kostet den Moment, in dem jemand bereit war zu unterzeichnen. 52 % der Dokumente auf Skribble werden in den ersten 60 Minuten unterzeichnet, 37 % schon in den ersten zehn. Wer in dieser Stunde nicht weiterkommt, unterzeichnet später. Oder im schlimmsten Fall gar nicht.
Dazu kommen die Fälle, die mit der Uhrzeit nichts zu tun haben. Unterzeichnende im Ausland, in einer anderen Zeitzone, ohne Schweizer Handynummer. Für sie hing der Prozess an Bedingungen, die sie selbst nicht beeinflussen konnten.
Was sich ändert: Identifikation rund um die Uhr
Ab sofort identifizieren sich Ihre Unterzeichnenden zu jeder Tages- und Nachtzeit für die QES. Um 23 Uhr, am Samstagmorgen, am 1. August. Der Signaturprozess hat keine Öffnungszeiten mehr.
An der Identifikation selbst ändert sich nichts. Die Person weist sich mit ihrem Ausweisdokument aus, geprüft wird nach denselben Anforderungen wie bisher. Neu ist allein, dass der Zeitpunkt keine Rolle mehr spielt. Die Identifikation läuft dabei im Onboarding mit, statt als separater Schritt hinterher. Wer zum ersten Mal ein Dokument von Ihnen signiert, erledigt beides in einem Durchgang.
Auf Ihrer Seite ändert sich am Versand nichts. Sie laden das Dokument hoch, wählen die QES und verschicken die Signatur-Einladung wie bisher. Was sich ändert, passiert auf der Gegenseite: Ihre Unterzeichnenden entscheiden selbst, wann sie den Schritt machen. Und Sie müssen niemandem mehr erklären, bis wann er oder sie sich melden sollte.
Ein Fallback, der weiter reicht
Nach der Identifikation bestätigt jede unterzeichnende Person ihre Signatur in der Regel mit der Mobile ID. Das bleibt die erste Wahl: schnell, vertraut, direkt ans eigene Telefon gebunden.
Nur erreicht die Mobile ID nicht jede Person. Mal fehlt die Schweizer SIM-Karte, mal gibt es die App im betreffenden Land noch nicht. Dann übernehmen Signaturpasswort und Einmalcode aufs Telefon. Automatisch, ohne dass jemand etwas umstellen oder anfordern muss.
Am Ende steht dieselbe QES mit derselben Rechtsgültigkeit nach ZertES und eIDAS. Der Weg dorthin sieht verschieden aus, das Resultat ist identisch.
Für Sie heisst das: Sie müssen vorher nicht wissen, welches Telefon, welche SIM-Karte und welches Land auf der anderen Seite stehen.
Drei Situationen, in denen der Unterschied sofort sichtbar wird
- Der Abschluss um 22 Uhr. Ein Kunde geht am Abend die Offerte durch und will sie abschliessen, solange er dran ist. Er identifiziert sich um 22 Uhr und signiert zehn Minuten später. Ihr Sales-Team findet am Morgen den unterzeichneten Vertrag im Posteingang statt einer Erinnerung in der Aufgabenliste. Der Abschluss fällt in den Monat, in dem er verhandelt wurde.
- Die Unterzeichnung aus dem Ausland. Ihre neue Mitarbeiterin sitzt in Singapur, sechs Stunden vor Ihnen, und hat keine Schweizer SIM-Karte. Sie identifiziert sich zu ihrer Ortszeit und bestätigt die Signatur mit Signaturpasswort und Einmalcode. Der Arbeitsvertrag liegt unterzeichnet auf Ihrem Tisch, bevor in Zürich der Arbeitstag beginnt. Niemand musste vorher klären, welche Methode bei ihr funktioniert.
- Das Wochenendgeschäft. In der Immobilienbewirtschaftung fallen Besichtigungen und Zusagen häufig auf den Samstag. Interessenten entscheiden sich vor Ort, der Mietvertrag soll am selben Tag raus. Bisher hing der Abschluss an einer Identifikation, die erst am Montag möglich war. Zwei Tage, in denen sich Interessenten anders entscheiden können. Diese Lücke fällt weg.
Was als Nächstes kommt: die eID im Signaturprozess
Wir arbeiten gerade an einem neuen Identifikationsprozess, gemeinsam mit PXL Vision. Er bindet die kommenden digitalen Identitäten Europas in den Signaturprozess ein: die Schweizer eID über die swiyu-Wallet und die europäische über die EUDI-Wallet.
Das ist noch früh, und wir nennen bewusst kein Datum. Denn auch wenn sich die eID durchsetzt, bleiben die heutigen Wege vorerst nötig. Das Scannen von Ausweisdokumenten und die Fallback-Methoden sichern den Übergang, solange nicht alle Unterzeichnenden eine digitale Identität haben.
Die eID wird die Identifikation deutlich einfacher machen. Bis es so weit ist, muss jeder Weg funktionieren, den unsere Kundinnen und Kunden heute brauchen. Genau daran arbeiten wir.
Alles klar?
- Was passiert, wenn ich die Mobile ID nicht nutzen kann?
Dann übernehmen Signaturpasswort und Einmalcode aufs Telefon. Der Wechsel passiert automatisch, Sie müssen nichts anfordern und nichts einstellen. Die Signatur bleibt eine QES. - Ist eine QES mit Signaturpasswort und Einmalcode gleich rechtsgültig wie mit Mobile ID?
Ja. Beide Wege führen zur qualifizierten elektronischen Signatur nach ZertES und eIDAS. Die QES ist der handschriftlichen Unterschrift rechtlich gleichgestellt. - Brauche ich eine Schweizer SIM-Karte, um mit der QES zu unterzeichnen?
Nein. Die Mobile ID setzt eine Schweizer SIM-Karte voraus. Wer keine hat, bestätigt die Signatur mit Signaturpasswort und Einmalcode. - Kann ich mich auch am Wochenende oder an einem Feiertag identifizieren?
Ja. Die Identifikation läuft rund um die Uhr, an sieben Tagen pro Woche. Bürozeiten spielen keine Rolle mehr.
Über PXL Vision
PXL Vision ist ein Schweizer Premiumanbieter im Bereich digitaler Identitätsprüfung und elektronischer Signaturlösungen. Das Unternehmen mit Sitz in Zürich unterstützt Unternehmen dabei, das Kunden-Onboarding zu automatisieren, Conversion Rates zu steigern, die Kosten für Onboarding und Compliance zu senken und Identitätsbetrug zu verhindern. Basierend auf künstlicher Intelligenz bietet PXL Vision vollautomatische, browserbasierte ID-Verifikations- und elektronischen Signaturlösungen, die nahtlos in bestehende Prozesse integriert werden können. Die Lösungen von PXL Vision zeichnen sich durch eine breite Palette von Konfigurationsmöglichkeiten und die Einhaltung von Standards wie ISO, ZertEs und eIDAS aus. PXL Vision geniesst das Vertrauen von Branchenführern wie Swisscom, Sunrise, SwissID, Swiss Life, Groupe Mutuel, BCV, SBB, Mobility, Unisys, VIAC, Stiftung Auffangeinrichtung BVG und Cembra Money Bank. Das Unternehmen ist in ganz Europa tätig, mit Schwerpunkt auf der DACH- Region.
Über Skribble
Skribble, gegründet im März 2018, ist ein führender Anbieter von elektronischen Signaturen mit Sitz in Zürich (CH) und Karlsruhe (DE). Skribble bietet alle E-Signatur-Standards aus einer Hand und liefert für jede Art von Vertrag die rechtlich passende elektronische Signatur. Die Grundlage bilden gesetzlich geregelte Standards, unter anderem für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) – die einzige Form der elektronischen Signatur, die der handschriftlichen Unterschrift vor dem EU- und Schweizer Gesetz gleichgestellt ist. Zu Skribbles mehr als 4000 Kunden in ganz Europa zählen zahlreiche renommierte Unternehmen wie SBB, WALO, Helvetia oder Stadt Zug.

