Identitätsprüfung: So weisen Sie Ihre Identität rechtssicher nach

7min · Published on 19. Mai 2026 · Updated on 20. Mai 2026
Jasmine Oeschger
Jasmine Oeschger Marketing Manager
Skribble macht es Ihnen leicht, Ihre Identität zu prüfen.
Jasmine Oeschger
Jasmine Oeschger Marketing Manager
 

Verträge unterschreiben, sensible Unterlagen freigeben oder rechtlich bindende Vorgänge abschliessen, all das funktioniert heute ohne Papier. Damit das rechtssicher bleibt, braucht es einen klaren Nachweis: Wer hat tatsächlich unterschrieben? Genau hier setzt die Identitätsprüfung an.

Sie sorgt dafür, dass Unterzeichnungen eindeutig einer Person zugeordnet werden können, egal ob es um eine einfache Bestätigung oder um die Schriftform nach OR geht.

Identitätsprüfung: Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Identitätsprüfung zeigt, ob Person, Angaben und Identitätskarte wirklich zusammenpassen. So lassen sich Unterzeichnungen klar zuordnen und später prüfen.
  • Je nach Vorgang reicht eine einfache Bestätigung oder es braucht eine Prüfung mit Identitätskarte und Video. Für QES ist eine eindeutige Identifikation Pflicht.
  • Die Identität wird bei Skribble meist nur einmal bestätigt und bleibt bis zu fünf Jahre gültig. Eine neue Prüfung ist nur bei Änderungen wie neuer Nummer oder abgelaufener Identitätskarte nötig.
  • Die Identitätsprüfung läuft in wenigen Minuten über Smartphone oder Browser. Danach können Sie Dokumente direkt rechtssicher unterzeichnen.

Was ist eine Identitätsprüfung und warum ist sie wichtig?

Eine Identitätsprüfung klärt, ob eine Person wirklich die Person ist, für die sie sich ausgibt. Im Alltag reicht dafür oft eine einfache Bestätigung. Sobald jedoch Verträge oder rechtlich relevante Vorgänge im Spiel sind, braucht es eine klare und belastbare Zuordnung.

  • Definition: Identitätsprüfung

    Eine Identitätsprüfung ist ein Verfahren, bei dem geprüft wird, ob die Angaben einer Person mit einer realen Identität übereinstimmen. Je nach Vorgang geschieht das über einfache Bestätigungen oder über eine Prüfung mit Identitätskarte, Foto oder Video.

Im Unterschied zu einer reinen Anmeldung geht es also nicht nur um Zugriff, sondern um einen echten Nachweis. Dieser Nachweis sorgt dafür, dass Unterzeichnungen eindeutig einer Person zugeordnet werden können.

Gerade bei der E-Signatur kommt es darauf an, dass klar ist, wer tatsächlich unterzeichnet hat. Nur so lassen sich Unterlagen eindeutig zuordnen und später nachvollziehen. Auf diese Weise entstehen Abläufe, die auch ohne Papier klar und prüfbar bleiben.

Welche Aufgaben erfüllt die Identitätsprüfung?

  • Schutz vor Missbrauch: Sie erschwert es, dass jemand im Namen einer anderen Person handelt.
  • Klare Zuordnung von Unterzeichnungen: Jede Unterschrift lässt sich eindeutig einer Person zuordnen.
  • Nachvollziehbare Abläufe: Prüfschritte und Unterzeichnungen bleiben dokumentiert und prüfbar.
  • Sicherheit bei sensiblen Vorgängen: Gerade bei Verträgen oder Personalunterlagen schafft die Identitätsprüfung eine verlässliche Grundlage.

Wenn Sie Unterlagen elektronisch unterzeichnen lassen, gehört die Identitätsprüfung daher immer zum Ablauf dazu. Sie sorgt dafür, dass der Wechsel vom Papier in den digitalen Flow nicht zu Unsicherheit führt, sondern zu klaren und nachvollziehbaren Prozessen.

Welche Methoden gibt es zur Identitätsprüfung?

Für die Identitätsprüfung gibt es verschiedene Methoden, die sich vor allem bei Prüftiefe, Aufwand und Einsatzbereich unterscheiden:

  • Bestätigung per E-Mail-Adresse: Geeignet für einfache Vorgänge, bei denen keine hohe Beweiskraft nötig ist.
  • Bestätigung per Mobilnummer: Sinnvoll, wenn die Zuordnung zur unterzeichnenden Person stärker abgesichert werden soll.
  • Video-Identifikation: Die Person weist sich in einem Live-Video mit einer Identitätskarte aus. Das passt gut zu Vorgängen mit höherem Prüfbedarf.
  • Selbst-Identifikation per App: Die Identifikation läuft geführt über das Mobiltelefon, meist mit Identitätskarte und kurzer Aufnahme des Gesichts.
  • Identifikation über Online-Banking: Hier wird die Identität über bestehende Bankdaten und einen zusätzlichen Abgleich bestätigt.
  • Identifikation vor Ort: Diese Methode kommt vor allem dann infrage, wenn ein persönlicher Nachweis verlangt wird.

Die Verfahren unterscheiden sich also nicht nur technisch, sondern auch in ihrer Aussagekraft. Während einfache Bestätigungen vor allem für formfreie Vorgänge passen, eignen sich Prüfungen mit Identitätskarte eher für Unterlagen, bei denen die Person eindeutig feststehen muss.

Wann reicht eine einfache Prüfung aus und wann brauchen Sie eine geprüfte Identität?

Bei elektronischen Unterschriften gilt nicht für jeden Vorgang dieselbe Prüftiefe. Massgeblich sind immer zwei Punkte, nämlich das Dokument selbst und die Frage, wie stark die Zuordnung zur unterzeichnenden Person später belegt werden muss. Bei einer internen Freigabe oder einem formfreien Vertrag reicht oft eine einfache Prüfung. Sobald jedoch sensible Unterlagen, arbeitsrechtliche Schreiben, behördliche Vorgänge oder Schriftform im Raum stehen, braucht es eine geprüfte Identität.

Typischer Vorgang Wie die Identität meist gesichert wird Passende Prüftiefe
Interne Freigaben, Protokolle, einfache Bestätigungen

Bestätigung über E-Mail-Adresse

einfache Prüfung

Viele Verträge ohne gesetzliche Formvorgabe

Zuordnung über Mobilnummer, teils ergänzt durch weitere Prüfschritte

stärkere Prüfung

Arbeitszeugnisse, behördliche Schreiben, Vorgänge mit Schriftform

Prüfung mit Ausweisdokument und zusätzlichem Personenabgleich

geprüfte Identität

Bei der einfachen Prüfung geht es also vor allem darum, eine Person mit einem Kommunikationskanal zu verknüpfen. Bei der geprüften Identität reicht das nicht aus. Dann muss die Identität einer realen Person mit höherer Genauigkeit nachgewiesen werden, etwa über die Identitätskarte und einen weiteren Abgleich. Genau deshalb sollten Sie nicht jedes Dokument gleich behandeln. Wer alles mit derselben Prüftiefe versieht, macht einfache Abläufe unnötig schwer oder prüft heikle Vorgänge am Ende zu locker.

  • 65 % der Skribble-Nutzenden ist eine klare Zuordnung der Signatur zu Person oder Firma sehr wichtig.

Wie hängt die Identitätsprüfung mit der elektronischen Signatur zusammen?

Eine elektronische Signatur ist erst dann sauber einzuordnen, wenn auch klar ist, wie die Identität der unterzeichnenden Person gesichert wurde. Die Signatur selbst zeigt die Zustimmung. Die Identitätsprüfung zeigt, wie stark sich diese Zustimmung einer Person zuordnen lässt. Darum steigt mit dem Signatur-Standard auch die Tiefe der Prüfung.

Wie wird die Identität je nach E-Signatur-Standard gesichert?

  • EES

    Die Identität wird meist über die E-Mail-Adresse gesichert.

  • FES

    Die Identität wird stärker mit der Person verknüpft, etwa über eine Mobilnummer oder weitere Nachweise im Signatur-Ablauf.

  • QES

    Die Identität wird über ein Ausweisdokument und einen zusätzlichen Personenabgleich, etwa per Video oder App, geprüft.

Konkret heisst das, dass die Identität je nach Standard auf unterschiedliche Weise gesichert wird. Sie können einfache Vorgänge schlank halten und bei Unterlagen mit höherem rechtlichem Gewicht eine deutlich strengere Identitätsprüfung einbinden. So passt die Art der Sicherung zur Art des Dokuments. Der Skribble E-Signing-Report zeigt: Unternehmen nutzen alle drei E-Signatur-Standards in ähnlichem Umfang: 35 % EES, 30 % FES und 35 % QES.

Wir analysierten die verschiedenen Anbieter. Zentrales Kriterium war für uns die Abdeckung aller E-Signatur-Standards und ganz besonders eine vollintegrierte und benutzerfreundliche Lösung für die QES. Zudem bietet Skribble einfache Lösungen für die für QES erforderliche Identifikation nach Schweizer und EU-Recht an.

Sven Siegin, Head of Risk Management and Compliance, Korean Reinsurance Switzerland AG
  • Kostenloses Factsheet:

    So funktioniert die Identifikation bei verschiedenen E-Signatur-Standards

Wie läuft eine digitale Identitätsprüfung in der Praxis ab?

Bei Skribble läuft das Identifizierungsverfahren je nach E-Signatur-Standard unterschiedlich ab.

E-Signatur-Standard Wie Skribble die Identität prüft Typischer Ablauf
EES

E-Mail-Adresse

Adresse bestätigen, Dokument direkt unterzeichnen

FES

Mobilnummer

Nummer verifizieren, Signatur auf dem Mobiltelefon bestätigen

QES

Online-Identifikation mit Ausweisdokument und Selfie-Video

Personalausweis scannen, Video aufnehmen, Identität freischalten

Gerade bei QES ist der Ablauf in der Praxis klar geführt. Sie scannen Ihre Identitätskarte mit dem Smartphone, nehmen ein kurzes Selfie-Video auf und lassen so prüfen, dass Identitätskarte und Person zusammenpassen. 

Wie lange ist die Identitätsprüfung bei Skribble gültig?

Ist die Identität verifiziert, ist diese Freischaltung bei Skribble bis zu fünf Jahre gültig. Neu identifizieren müssen Sie sich nur in folgenden Fällen:

  • Sie nutzen eine neue Mobilnummer
  • Sie wechseln Ihr Mobiltelefon
  • Sie ändern Ihr Signatur-Passwort
  • Ihre Identitätskarte ist nicht mehr gültig

Wie funktioniert die Inhouse-Identifikation für Unternehmen?

Mit der Inhouse-Identifikation von Skribble können Unternehmen eigene Mitarbeitende zu RA-Agenten ausbilden lassen. Diese Personen identifizieren danach weitere Mitarbeitende und Kunden für das Signieren mit der qualifizierten elektronischen Signatur, kurz QES.

Dafür schliesst Ihr Unternehmen einen RA-Agenturvertrag mit dem Skribble-Partner Swisscom ab. RA steht für Registration Authority. Im Vertrag wird ein erster RA-Master-Agent benannt. Diese Person durchläuft eine einmalige Schulung und kann danach weitere Personen identifizieren sowie weitere RA-Agenten aktivieren.

Wie wird Ihr Unternehmen zur RA-Agentur?

  1. RA-Master-Agent für QES identifizieren
  2. RA-Agenturvertrag mit Swisscom abschliessen
  3. Vertrag elektronisch unterzeichnen
  4. E-Learning und Webinar absolvieren
  5. Weitere Mitarbeitende oder Kunden über die RA-App identifizieren

So kann Ihr Unternehmen QES-Identifikationen intern durchführen und wiederkehrende Freischaltungen einfacher abbilden.

Fazit: Identitätsprüfung mit Skribble sicher und nachvollziehbar umsetzen

Mit Skribble setzen Sie Identitätsprüfung und E-Signatur als zusammenhängenden Prozess um, statt beide Themen getrennt zu behandeln. Sie wählen den passenden Standard und erhalten genau die Form der Identifikation, die für den jeweiligen Vorgang erforderlich ist.

Wir schicken Externen eine kurze Anleitung per E-Mail und erklären, wie sie vorgehen und sich identifizieren müssen, damit sie nicht völlig überrascht sind. Das hat bisher meist tadellos geklappt und das Feedback ist sehr positiv. Zum Glück ist Skribble so intuitiv, dass wir wenig Rückfragen haben.

Üwen Ergün, Geschäftsführer, KinderRechteForum

Wenn Sie Ihre Identitätsprüfung direkt mit der E-Signatur verbinden möchten, setzen Sie auf einen Ablauf, der ohne Umwege auskommt und sich leicht in Ihren Alltag einfügt. Mit Skribble identifizieren Sie sich einmal und unterzeichnen danach Dokumente rechtssicher, klar geführt und ohne zusätzliche Hürden.

Identitätsprüfung – Häufige Fragen und Antworten

Bei Skribble wird geprüft, ob Ihre Angaben, Ihre Identitätskarte und Ihr aktuelles Erscheinungsbild eindeutig zusammenpassen. Dazu scannen Sie Ihre Identitätskarte und nehmen ein Selfie-Video auf, damit Dokument und Person abgeglichen werden können. Erst wenn dieser Abgleich eindeutig ist, wird Ihre Identität freigegeben und für rechtssichere Signaturen genutzt.

Die passende Methode richtet sich direkt nach dem E-Signatur-Standard und damit nach dem rechtlichen Anspruch des Dokuments. Für EES reicht die Bestätigung der E-Mail-Adresse, für FES die Verifizierung per Mobilnummer. Für QES, also bei Schriftform nach Artikel 14 Absatz 2bis OR, ist eine vollständige Identifikation mit Identitätskarte und Selfie-Video erforderlich.

Nein, bei Skribble identifizieren Sie sich für QES nur einmal und können diese Identität danach mehrfach nutzen. Die Freischaltung bleibt in der Regel bis zu fünf Jahre gültig. Neu identifizieren müssen Sie sich nur bei Änderungen wie neuer Mobilnummer, neuem Gerät, geändertem Passwort oder abgelaufener Identitätskarte.

Die Identitätsprüfung dauert meist nur wenige Minuten und läuft komplett über Ihr Smartphone oder im Browser. Sie scannen Ihre Identitätskarte und nehmen ein kurzes Video auf, der Rest wird automatisch geprüft. Dadurch können Sie direkt im Anschluss rechtsgültig unterzeichnen, ohne lange Wartezeiten.

Eine Identitätsprüfung ist immer dann erforderlich, wenn Sie mit QES unterschreiben möchten und die Schriftform ersetzt werden muss. In diesem Fall verlangt das Gesetz eine eindeutig bestätigte Identität, damit die Unterschrift rechtsgültig ist. Bei einfacheren Signaturen wie EES oder FES ist die Prüfung entsprechend reduziert.

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