QES-Anbieter im Vergleich: 8 Plattformen für qualifizierte elektronische Signaturen

7min · Published on 14. Oktober 2026 · Updated on 26. Oktober 2026
Jasmine Oeschger
Jasmine Oeschger B2B Marketing Manager
Jasmine Oeschger
Jasmine Oeschger B2B Marketing Manager
 

Wer nach einem QES-Anbieter im Vergleich sucht, merkt schnell: Der Preis pro qualifizierter elektronischer Signatur ist nur ein Teil der Rechnung. Je nach Dienst kommen Kosten für Identifikation, Nutzerzugänge oder Schnittstellen hinzu, andere Tarife enthalten bereits ein festes QES-Kontingent.

Auch der Weg zur QES unterscheidet sich. Video-Identifikation, eID, Bank-Identifikation oder Selbst-Identifikation verändern den Ablauf für Signierende ebenso wie der eingebundene Vertrauensdienste-Anbieter. Ein genauer Vergleich zeigt deshalb, welche Kosten tatsächlich entstehen und wie die Identitätsprüfung beim jeweiligen Dienst abläuft.

QES-Anbieter im Vergleich: Das Wichtigste in Kürze

  • QES-Anbieter unterscheiden sich vor allem bei Identifikation, Vertrauensdienste-Anbieter, Datenstandort, Schnittstellen und Kosten. Für einen belastbaren Vergleich sollten diese Punkte bei allen Diensten nach demselben Raster geprüft werden.
  • Für eine qualifizierte elektronische Signatur ist eine Identitätsprüfung nötig. Je nach Plattform stehen dafür beispielsweise Video-Identifikation, eID, Bank-Identifikation, Selbst-Identifikation oder eine persönliche Prüfung vor Ort bereit.
  • Die öffentlich ausgewiesenen Zusatzkosten je QES liegen bei den Anbietern in diesem Vergleich ungefähr zwischen EUR 1.50 und EUR 15. Manche Tarife enthalten bereits ein QES-Kontingent, zusätzlich können Kosten für Identifikation, Zugänge oder Schnittstellen entstehen.
  • Eine E-Signing-Plattform kann QES und weitere Schritte des Unterschriftsablaufs über einen Dienst bündeln. Dazu können Signatur-Einladungen, Integrationen und API-Zugänge gehören, der qualifizierte Vertrauensdienst stellt dabei die technische Basis für die QES bereit.

Welche Funktionen bieten QES-Plattformen?

Eine QES-Plattform bildet mehrere Schritte rund um die qualifizierte elektronische Signatur ab. Sie kann die Identifikation der signierenden Person, die Vorbereitung des Dokuments, die Einladung zum Signieren und die anschliessende Weitergabe des fertigen Dokuments miteinander verbinden.

Welche Funktionen verfügbar sind, unterscheidet sich je nach Anbieter und Tarif. Für den späteren Vergleich lohnt es sich deshalb, nicht allein darauf zu schauen, dass eine QES angeboten wird. Ebenso relevant ist, wie der gesamte Weg bis zur fertigen Unterschrift aufgebaut ist.

Identifikation für die qualifizierte elektronische Signatur

Vor der Nutzung einer QES muss die Identität der signierenden Person geprüft werden. QES-Plattformen können dafür verschiedene Identifikationsmethoden einbinden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Video-Identifikation: Die Identität wird in einem Video-Call geprüft.
  • Selbst-Identifikation: Die Person führt die Prüfung selbst über einen vorgegebenen Online-Prozess durch.
  • Bank-Identifikation: Die Identifikation läuft über das Online-Banking.
  • eID: Eine elektronisch auslesbare Identitätskarte dient zur Identifikation.
  • Persönliche Identifikation vor Ort: Die Identität wird an einem dafür vorgesehenen Standort geprüft.
  • Inhouse-Identifikation: Geschulte Personen innerhalb einer Organisation können je nach eingesetztem Verfahren weitere Personen identifizieren.

Diese Auswahl wirkt sich direkt auf den Ablauf für Signierende aus. Manche Verfahren setzen eine Identitätskarte oder ein Smartphone voraus, andere binden einen Video-Call oder einen Termin vor Ort ein. Wer regelmässig externe Personen zum Signieren einlädt, kann deshalb davon profitieren, wenn mehrere Wege zur Verfügung stehen.

  • Identifikation ist Teil des QES-Prozesses
    Beim Vergleich reicht es nicht, lediglich den Hinweis «QES verfügbar» zu prüfen. Interessant ist auch, wie die Identifikation abläuft, welche Methoden angeboten werden und welche Schritte eine eingeladene Person bis zur ersten QES durchlaufen muss.

  • Factsheet zu den Identifikationsmethoden
    Sehen Sie sich die Unterschiede zwischen den verschiedenen Methoden an.

Signatur-Einladungen und wiederkehrende Abläufe

Nach der Identifikation lässt sich bei vielen QES-Plattformen festlegen, wer ein Dokument wann und in welcher Reihenfolge signiert. Das hilft vor allem bei Verträgen oder Freigaben mit mehreren beteiligten Personen.

Typische Funktionen sind:

  • Signatur-Reihenfolge: Einladungen werden nacheinander an festgelegte Personen verschickt.
  • Mehrere Signierende: Mehrere interne oder externe Personen unterschreiben dasselbe Dokument.
  • Automatische Erinnerungen: Ausstehende Signaturen werden erneut angefragt.
  • Nachrichten und Anhänge: Zusätzliche Informationen lassen sich gemeinsam mit der Signatur-Einladung versenden.
  • Signieren ohne Konto: Externe Personen können je nach Plattform ohne eigenen Zugang unterschreiben.
  • Vorlagen: Wiederkehrende Dokumente und Abläufe lassen sich für den erneuten Versand vorbereiten.
  • Beispiel: Ein Vertrag wird zuerst intern zur Unterschrift verschickt. Erst danach erhält der externe Vertragspartner seine Signatur-Einladung. Die festgelegte Reihenfolge steuert diesen Ablauf automatisch.

EES, FES und QES sowie die Einbindung in bestehende Systeme

Neben der QES bieten einige Plattformen auch EES und FES an. Dadurch lassen sich Dokumente mit unterschiedlichen E-Signatur-Standards über denselben Dienst abwickeln.

Bereich Mögliche Funktion
E-Signatur-Standards

EES, FES und QES über eine Plattform

Dokumenten-Management

Dokumente aus dem DMS zum Signieren senden

HR-Software

Verträge oder Personalunterlagen übergeben

CRM-Systeme

Dokumente direkt aus Kundenprozessen versenden

API

Eigene Systeme mit der QES-Plattform verbinden

Rückgabe

Status oder unterschriebene Dokumente zurückspielen

Welche Daten tatsächlich übertragen werden können, hängt von der jeweiligen Integration oder API ab. Beim Vergleich lohnt sich deshalb der Blick darauf, welche bestehenden Systeme angebunden werden und welche Schritte sich darüber ausführen lassen. Der E-Signing-Report von Skribble zeigt auch, über welche Wege E-Signing genutzt wird: 76 % nutzen es direkt im Browser, 12 % über Plug-ins und 12 % über APIs.

Worauf können Sie beim Vergleich von QES-Software achten?

Zwischen Anbietern digitaler Signaturen gibt es Unterschiede, die über die eigentliche qualifizierte elektronische Signatur hinausgehen. Für einen aussagekräftigen Vergleich können Sie deshalb mehrere Bereiche getrennt betrachten. Dazu gehören Datenschutz und Hosting, die Preisstruktur, verfügbare Identifikationsmethoden, Schnittstellen sowie die Unterstützung vor und nach dem Kauf.

Bei einer QES reicht ein reiner Funktionsvergleich nicht aus. Roni Oeschger ordnet die rechtliche Seite so ein:

E-Signatur: Ein rechtliches Fundament, kein reines IT-Tool. [...] Wenn die gesetzliche Schriftform (QES) bei Verträgen nicht beachtet wird, entstehen vermeidbare Risiken.

Roni Oeschger, CEO & Co-Founder, Skribble

Eine feste Vergleichsmatrix verhindert, dass ein Anbieter allein aufgrund eines niedrigen Einstiegspreises oder einer langen Funktionsliste besser erscheint.

Vergleichspunkt Fragen, die Sie stellen können
Datenschutz und Hosting

In welchem Land liegen die Daten? Gibt es Übertragungen in Drittstaaten? Welche Verschlüsselung wird genannt? Welche Zertifizierungen liegen vor?

Zugriffssteuerung

Lassen sich Rechte vergeben? Gibt es Single Sign-On? Können Zugänge passend zur internen Struktur verwaltet werden?

Kosten

Welche Grundgebühr fällt an? Sind QES enthalten? Werden Identifikationen extra berechnet? Wie wirken sich zusätzliche Zugänge oder höhere Volumina aus?

Identifikation

Welche Methoden gibt es? Welche technischen Voraussetzungen gelten? Wie läuft die Identifikation für externe Personen ab?

Integrationen

Welche bestehenden Systeme lassen sich verbinden? Gibt es eine API? Sind Schnittstellen im jeweiligen Tarif enthalten?

Test und Support

Gibt es eine kostenlose Testphase? Welche Kontaktwege stehen bereit? Gibt es persönliche Unterstützung beim Einstieg?

Datenschutz, Hosting und Kosten getrennt prüfen

Bei sensiblen Dokumenten kann der Speicherort ein wichtiger Auswahlpunkt sein. Prüfen Sie daher, wo Dokumente verarbeitet oder gespeichert werden und welche Angaben ein Anbieter zu Datenübertragungen, Verschlüsselung und Zertifizierungen macht. Auch Zugriffsrechte können relevant sein, wenn mehrere Teams oder Standorte mit derselben Plattform arbeiten.

Beim Preisvergleich sollten Sie ebenfalls mehrere Posten einbeziehen. Dazu können gehören:

  • monatliche oder jährliche Grundgebühren
  • Gebühren je qualifizierter elektronischer Signatur
  • Kosten für die Identifikation
  • Preise pro Zugang
  • Pakete mit einer festgelegten Zahl an Signaturen
  • zusätzliche Gebühren für Schnittstellen oder weitere Funktionen
  • Praxis-Tipp: Mit einem realistischen Jahresvolumen rechnen
    Vergleichen Sie nicht allein den günstigsten Tarif. Rechnen Sie beispielhaft durch, welche Kosten bei Ihrer erwarteten Zahl an QES, Identifikationen und Zugängen innerhalb eines Jahres entstehen. So lassen sich unterschiedliche Abrechnungsmodelle besser gegenüberstellen.

Identifikation, Integrationen und Support aus Sicht der Beteiligten testen

Vor dem Kauf lohnt sich ein Test mit einem typischen Dokument und einer externen signierenden Person. So sehen Sie direkt, wie viele Schritte nötig sind und ob die vorhandenen Schnittstellen zu Ihren Abläufen passen.

  • Identifikation: Prüfen Sie, welche Verfahren bereitstehen, welche Geräte oder Dokumente nötig sind und wie viele Schritte die Prüfung umfasst.
  • Externe Signierende: Achten Sie darauf, ob ein eigenes Konto nötig ist und wie verständlich Einladung, Identifikation und Signatur aufgebaut sind.
  • Integrationen: Prüfen Sie, ob sich Ihre bestehenden Systeme anbinden lassen und welche Daten dabei übertragen werden können.
  • API: Klären Sie, welche Vorgänge sich über die Schnittstelle steuern lassen und ob der Zugang im gewünschten Tarif enthalten ist.
  • Testphase: Nutzen Sie nach Möglichkeit einen kompletten Signaturvorgang mit einer externen Person, statt nur die Oberfläche anzusehen.
  • Support: Vergleichen Sie Kontaktwege, Erreichbarkeit und die Unterstützung bei Einrichtung, Identifikation oder Systemanbindung.
  • Was Nutzenden beim E-Signing wichtig ist
    84 %
    der Nutzenden bewerten Benutzerfreundlichkeit im Skribble E-Signing-Report als sehr wichtig. 53 % heben hervor, dass externe Personen ohne eigenes Konto signieren können.

Für den Praxistest eignet sich ein Ablauf, der Ihrem späteren Einsatz möglichst nahekommt: Dokument hochladen, externe Person einladen, Identität prüfen, QES setzen und das fertige Dokument zurück in das gewünschte System übertragen.

8 QES-Anbieter im Vergleich

Hinweis: Für diesen Vergleich wurden öffentlich zugängliche Angaben der Anbieter zu Funktionen, QES, Identifikation, Preisen und Tarifen mit Stand September 2026 ausgewertet. Da sich Preise, Tarifinhalte und Funktionen ändern können, empfehlen wir vor einer Buchung die Prüfung der aktuellen Angaben auf der jeweiligen Anbieter-Website. Die Übersicht basiert auf redaktioneller Recherche und nicht auf einem eigenen Praxistest aller aufgeführten Dienste. Skribble ist selbst Bestandteil des Vergleichs, weshalb Inhalte zu Skribble einen werblichen Bezug haben können. Nach unserem Kenntnisstand bestehen keine geschäftlichen Beziehungen zwischen Skribble und den genannten Wettbewerbern. Die Reihenfolge der QES-Anbieter stellt keine Bewertung oder Platzierung dar.

Für den QES-Anbieter-Vergleich betrachten wir acht Dienste anhand derselben Kriterien, darunter Identifikation, Vertrauensdienste, Preise, Schnittstellen und Hosting. So lassen sich Unterschiede bei der qualifizierten elektronischen Signatur direkt gegenüberstellen.

Was sind bekannte Anbieter qualifizierter elektronischer Signaturen?

  • DocuSign
  • Skribble
  • Adobe Acrobat Sign
  • Youtrust
  • FP Sign
  • d.velop sign
  • sproof sign
  • inSign
Kosten & Abrechnung DocuSign Skribble Adobe Acrobat Sign
QES verfügbar
Available Available Available
QES-Kontingent inklusive

Add-on

Available

Team / Pro

Not available
Preis je QES (über Kontingent hinaus)

CHF 10 / Empfänger

je nach Plan CHF 4–5

nicht öffentlich

Preis für Identifikation

nicht öffentlich

einmalig CHF 22.50

nicht öffentlich

Kosten & Abrechnung Youtrust FP Sign d.velop sign
QES verfügbar
Available Available Available
QES-Kontingent inklusive
Not available Not available Not available
Preis je QES (über Kontingent hinaus)

je nach Abrechnung EUR 10–15

EUR 1.50 Fremdkosten + Aufwand

nicht öffentlich

Preis für Identifikation

nicht öffentlich

je nach Methode EUR 14 bzw. EUR 35

EUR 17 / Person

Kosten & Abrechnung sproof sign inSign
QES verfügbar
Available Available
QES-Kontingent inklusive
Available

Single / Team

Not available
Preis je QES (über Kontingent hinaus)

EUR 2.65

nicht öffentlich

Preis für Identifikation

EUR 5 pro Monat (User+)

nicht öffentlich

Nutzung & Integration DocuSign Skribble Adobe Acrobat Sign
API-Anbindung
Available Available

ab Pro

Available
Single Sign-on (SSO)
Available

erweiterte Pläne

Available

Pro, Add-on

Available
Browserbasiertes Signieren
Available Available Available
Mobil signieren
Available Available Available
Externe können ohne Konto signieren
Available Available Available
Kostenlos testen

30 Tage

14 Tage

30 Tage

Nutzung & Integration Youtrust FP Sign d.velop sign
API-Anbindung
Available

eigener API-Tarif

Available

zubuchbar

Available
Single Sign-on (SSO)
Available

Pro, Add-on

Available

zubuchbar

Available

über d.velop Platform

Browserbasiertes Signieren
Available Available Available
Mobil signieren
Available Available Available
Externe können ohne Konto signieren
Available Available

k. A.

Kostenlos testen

14 Tage

30 Tage

30 Tage

Nutzung & Integration sproof sign inSign
API-Anbindung
Available

ab Team

Available

connect / Enterprise

Single Sign-on (SSO)
Available

Enterprise

Available

Enterprise

Browserbasiertes Signieren
Available Available
Mobil signieren
Available Available
Externe können ohne Konto signieren
Available Available
Kostenlos testen

14 Tage

zeitlich unbegrenzt

Compliance & Datenresidenz DocuSign Skribble Adobe Acrobat Sign
Signieren nach eIDAS
Available Available Available
Hosting / Datenresidenz

USA / Kanada / EU / Australien / Japan

DE oder CH

Nordamerika / EU / APAC

Hauptsitz

USA

Schweiz

USA

Audit-Trail / Signatur-Protokoll
Available Available

ab Team

Available
Compliance & Datenresidenz Youtrust FP Sign d.velop sign
Signieren nach eIDAS
Available Available Available
Hosting / Datenresidenz

Frankreich

Deutschland

DE / NL

Hauptsitz

Frankreich

Deutschland

Deutschland

Audit-Trail / Signatur-Protokoll
Available Available

Aktivitätsprotokoll

Compliance & Datenresidenz sproof sign inSign
Signieren nach eIDAS
Available Available
Hosting / Datenresidenz

AT / NL / FR

Deutschland

Hauptsitz

Österreich

Deutschland

Audit-Trail / Signatur-Protokoll
Available Available

#1 DocuSign

DocuSign bietet elektronische Signaturen für einzelne Personen, Teams und grössere Organisationen an. Die qualifizierte elektronische Signatur ist als kostenpflichtige Erweiterung zu den regulären eSignature-Plänen verfügbar.

Neben Vorlagen und Signaturabläufen stehen REST- und SOAP-APIs sowie Integrationen mit Salesforce, SAP, Microsoft, Google, Workday und weiteren Systemen bereit. Für die QES arbeitet DocuSign unter anderem mit D-Trust zusammen, dort sind etwa Online-Ausweisfunktion, Giro- und Video-Identifikation möglich.

Vorteile von DocuSign:

  • EES sowie Zugriff auf FES und QES
  • verschiedene Wege zur Identitätsprüfung für die QES
  • mehr als 1'000 Integrationen laut Anbieter
  • REST- und SOAP-API für eigene Einbindungen
  • Vorlagen, eingebettetes Signieren und Single Sign-On verfügbar

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • Personal: CHF 10 pro Monat bei jährlicher Abrechnung
  • Standard: CHF 24 pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung
  • Business Pro: CHF 40 pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung
  • QES: CHF 10 pro Empfänger als Add-on, bei erweiterten Plänen Preis auf Anfrage

#2 Skribble

Skribble ist ein europäischer E-Signatur-Service mit Fokus auf den DACH-Raum und bietet EES, FES und QES über eine Plattform an. Die QES kann nach EU-Recht sowie nach Schweizer Recht genutzt werden.

Für Signatur-Einladungen lassen sich unter anderem Reihenfolgen festlegen, Erinnerungen versenden und Anhänge ergänzen, externe Personen können ohne eigenes Konto signieren. Im Pro-Plan stehen zudem die Skribble-API, Plug-ins für Word, Excel, OneDrive und SharePoint, der Power-Automate-Connector sowie Partner-Integrationen unter anderem für SAP bereit.

Vorteile von Skribble:

  • EES, FES und QES über einen E-Signatur-Service
  • mehrere Identifikationsmethoden für die QES über Identifikationspartner
  • externe Signierende benötigen kein Skribble-Konto
  • Hosting in Deutschland oder der Schweiz
  • API und fertige Integrationen verfügbar

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • Starter: ab CHF 0, ohne Abo, QES nutzungsbasiert
  • Team: CHF 23 pro Nutzer und Monat, 72 FES und/oder QES pro Nutzer und Jahr
  • Pro: CHF 36 pro Nutzer und Monat, 120 FES und/oder QES pro Nutzer und Jahr
  • Scale: Preis auf Anfrage
  • Zusätzliche QES: CHF 5 (Starter), CHF 4.50 (Team), CHF 4 (Pro)

#3 Adobe Acrobat Sign

Adobe Acrobat Sign ist der E-Signatur-Service innerhalb des Adobe-Angebots für Geschäftskunden. Qualifizierte elektronische Signaturen werden über qualifizierte Vertrauensdienste ermöglicht, deren Zertifikate über die European Union Trusted Lists oder die Adobe Approved Trust List eingebunden werden können.

Bei der Identifikation und Ausstellung des benötigten Zertifikats hängt der Ablauf vom gewählten Vertrauensdienst ab, D-Trust unterstützt etwa Video- und eID-Verfahren. Acrobat Sign lässt sich zudem mit Microsoft 365, Salesforce, Workday und weiteren Geschäftssystemen verbinden.

Vorteile von Adobe Acrobat Sign:

  • QES über angebundene qualifizierte Vertrauensdienste
  • Auswahl aus mehreren Vertrauensdiensten möglich
  • verschiedene Identifikationsmethoden je nach gewähltem Dienst
  • Integrationen unter anderem für Microsoft 365, Salesforce und Workday
  • erweiterte Authentifizierung und automatisierte Signaturabläufe mit Acrobat Sign Solutions

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • Acrobat Standard for Teams: CHF 18 pro Lizenz und Monat
  • Acrobat Pro for Teams: CHF 24 pro Lizenz und Monat
  • Acrobat Studio for Teams: CHF 33 pro Lizenz und Monat
  • Acrobat Sign Solutions: Preise auf Anfrage, Adobe weist darauf hin, dass die regulären Acrobat-Tarife nicht dieselbe Compliance-Stufe bieten

#4 Youtrust

Der frühere Anbieter Yousign tritt seit 2026 unter dem Namen Youtrust auf und bietet EES, FES und QES. Die qualifizierte elektronische Signatur steht in den Plus-, Pro- und Scale-Tarifen als Zusatzmodul bereit.

Für die QES nutzt Youtrust eine asynchrone Video-Identitätsprüfung, eine bestätigte Identität kann anschliessend erneut genutzt werden. Zum Funktionsumfang gehören ausserdem Signatur-Reihenfolgen, Vorlagen, Erinnerungen, Anhänge sowie Verbindungen zu Diensten wie Zapier und HubSpot.

Vorteile von Youtrust:

  • EES, FES und QES verfügbar
  • asynchrone Video-Identitätsprüfung für die QES
  • Web-App und API verfügbar
  • Vorlagen, Reihenfolgen und automatische Erinnerungen
  • Konnektoren unter anderem für Zapier und HubSpot

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • Free und One: keine QES enthalten
  • Plus, Pro und Scale: QES kann hinzugebucht werden
  • Monatliche Buchung: 1 bis 9 QES für jeweils EUR 15
  • Jährliche Buchung: Pakete ab 10 QES für jeweils EUR 10, ab 100 QES pro Jahr Preis auf Anfrage

#5 FP Sign

FP Sign ist ein E-Signatur-Service von FP Digital Business Solutions und deckt verschiedene elektronische Unterschriften bis zur QES ab. Für qualifizierte elektronische Signaturen bindet der Dienst sign-me von D-Trust sowie den Swisscom All-in Signing Service ein.

Beim Versand können mehrere Dokumente gebündelt, Fristen gesetzt und Signaturprozesse verwaltet werden. REST-API und Single Sign-On lassen sich je nach Paket ergänzen, für eine QES benötigen Signierende ein FP Sign-Konto sowie eine Registrierung beim jeweiligen Vertrauensdienst.

Vorteile von FP Sign:

  • QES über D-Trust oder Swisscom
  • Video-Identifikation und Online-Ausweisfunktion über sign-me möglich
  • Web-App und mobile App verfügbar
  • REST-API und Single Sign-On zubuchbar
  • mehrere Dokumente können gesammelt versendet werden

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • Free: kostenloser Einstieg mit begrenztem Funktionsumfang
  • Business: EUR 24.90 pro Nutzer und Monat
  • Enterprise Light: EUR 242 pro Monat für 20 Nutzende
  • QES: zusätzlich EUR 1.50 Fremdkosten je QES, weitere Kosten können durch die Identifikation entstehen

#6 d.velop sign

d.velop sign ist Bestandteil der d.velop platform und kann auch eigenständig für elektronische Signaturen genutzt werden. EES, FES und QES stehen zur Verfügung, für personenbezogene Signaturen greift der Dienst auf qualifizierte Vertrauensdienste aus der EU-Vertrauensliste zurück.

PDF- und XML-Dateien können von einzelnen Personen oder innerhalb eines Ablaufs mit mehreren internen und externen Beteiligten signiert werden. In Verbindung mit d.velop documents lassen sich unterschriebene Dokumente anschliessend direkt im Dokumenten-Management-System ablegen.

Vorteile von d.velop sign:

  • EES, FES und QES verfügbar
  • Signaturabläufe mit internen und externen Personen
  • PDF- und XML-Dateien werden unterstützt
  • Verbindung mit d.velop documents möglich
  • Cloud-Betrieb in europäischen Rechenzentren in Deutschland und den Niederlanden

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • Basic: EUR 27 pro Monat, d.velop sign nicht enthalten
  • Business: EUR 39 pro Monat, d.velop sign enthalten
  • Ultimate: EUR 55 pro Monat, mit höherem enthaltenem Signaturkontingent
  • Für die Identifikation personenbezogener Signaturen nennt d.velop eine Pauschale von EUR 17 pro Person, zusätzliche Signaturen können kostenpflichtig hinzugebucht werden

#7 sproof sign

sproof sign ist ein europäischer E-Signatur-Service aus Österreich und unterstützt fortgeschrittene sowie qualifizierte elektronische Signaturen. Dokumente und Kontodaten liegen laut Anbieter in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren innerhalb der EU.

Über den eID Hub können Signierende für eine QES auf mehr als 25 nationale eIDs zugreifen. Daneben bietet sproof mehrstufige Signaturprozesse, Vorlagen, Erinnerungen und bei den entsprechenden Tarifen eine API sowie Verbindungen zu Zapier, Make und Microsoft Power Automate.

Vorteile von sproof sign:

  • FES und QES verfügbar
  • eID Hub mit mehr als 25 nationalen eIDs
  • Hosting in ISO-27001-zertifizierten Rechenzentren in der EU
  • mehrstufige Signaturprozesse und Stapelsignaturen
  • REST-API und mehrere Integrationen verfügbar

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • Single: EUR 15 pro Monat, 10 QES pro Jahr enthalten
  • Team: EUR 170 pro Monat für 10 Lizenzen, 120 QES pro Jahr enthalten
  • Enterprise: Preis und Signaturkontingent auf Anfrage
  • Zusätzliche QES: EUR 2.65 pro Signatur in Single und Team

#8 inSign

inSign ist ein in Deutschland entwickelter E-Signatur-Service, dessen Cloud-Angebot auf Servern in Deutschland betrieben wird. Neben EES und FES lässt sich eine QES über persönliche Zertifikate qualifizierter Vertrauensdienste nutzen.

Für die QES arbeitet inSign mit D-Trust, A-Trust, Swisscom, evrotrust, IDnow LT ID und Verimi zusammen. Die Software steht als Web-Version, per REST-API sowie als Enterprise-Variante bereit, bei der auch ein Betrieb auf eigener Infrastruktur möglich ist.

Vorteile von inSign:

  • EES, FES und QES verfügbar
  • mehrere qualifizierte Vertrauensdienste eingebunden
  • Hosting der Cloud-Version in Deutschland
  • REST-API über inSign connect
  • elektronisches Archiv und Microsoft-Erweiterungen bei inSign 365 enthalten

Preise und Pläne
(Stand September 2026)

  • inSign 365: EUR 24.90 pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung
  • Bei mehreren Lizenzen sinkt der veröffentlichte Preis stufenweise bis auf EUR 14 pro Nutzer und Monat ab 50 Lizenzen
  • QES: gegen Aufpreis, ein fester QES-Preis wird öffentlich nicht genannt
  • inSign connect und inSign enterprise: Preise auf Anfrage

So finden Sie den passenden QES-Anbieter in fünf Schritten

Die Tabelle und die einzelnen Anbieterprofile zeigen, wie unterschiedlich QES-Software aufgebaut sein kann. Für Ihre Auswahl hilft deshalb ein Vorgehen, das bei den eigenen Signaturprozessen startet und erst danach Tarife und Anbieter gegenüberstellt.

  1. Ermitteln Sie Ihr tatsächliches QES-Volumen. Prüfen Sie zunächst, welche Dokumente wirklich eine qualifizierte elektronische Signatur brauchen und wie häufig diese innerhalb eines Jahres unterschrieben werden. Erfassen Sie zusätzlich, wie viele Personen Dokumente zum Signieren versenden und wie viele externe Signierende typischerweise beteiligt sind. So vergleichen Sie später keine Tarife für 500 QES mit einem Bedarf von 30 Signaturen pro Jahr.
  2. Legen Sie passende Identifikationsmethoden fest. Denken Sie dabei aus Sicht der Signierenden. Stehen überwiegend Personen mit eID bereit, kann ein entsprechender Weg praktisch sein. Bei wechselnden externen Kontakten können mehrere Methoden wie Video-, Bank- oder App-basierte Identifikation hilfreich sein. Prüfen Sie ausserdem, wie lange eine einmal bestätigte Identität genutzt werden kann und wann eine erneute Prüfung nötig wird.
  3. Klären Sie Datenschutz und Hosting intern. Legen Sie fest, in welchen Staaten Dokumente und personenbezogene Daten gespeichert werden dürfen. Fragen Sie ausserdem nach Verschlüsselung, Zertifizierungen, Zugriffskontrollen und möglichen Übertragungen in Drittstaaten. In stärker regulierten Bereichen können diese Punkte die Auswahl deutlich eingrenzen, bevor Preise oder Zusatzfunktionen überhaupt miteinander verglichen werden.
  4. Prüfen Sie die Verbindung zu Ihren bestehenden Systemen. Listen Sie auf, aus welchen Programmen Dokumente heute kommen und wo sie nach der Unterschrift abgelegt werden. Prüfen Sie anschliessend, welche fertigen Integrationen der jeweilige Dienst bereitstellt und welche Vorgänge über eine Programmierschnittstelle gesteuert werden können. Wichtig ist zudem, in welchem Tarif API, Single Sign-On oder weitere Verbindungen enthalten sind und wo zusätzliche Gebühren entstehen.
  5. Rechnen und testen Sie mit einem echten Vorgang. Stellen Sie für die engere Auswahl die erwarteten Jahreskosten gegenüber. Dazu gehören Lizenzgebühren, QES, Identifikation, zusätzliche Zugänge und kostenpflichtige Schnittstellen. Nutzen Sie danach eine Testphase mit einem typischen Dokument und einer externen signierenden Person. So erkennen Sie vor dem Kauf, wie verständlich Identifikation, Signatur-Einladung und Freigabe im tatsächlichen Arbeitsablauf sind.
  • Nicht der Einstiegspreis allein zählt
    Für einen belastbaren Kostenvergleich können Sie mit einer einfachen Rechnung arbeiten:

    Jahreskosten = Lizenzgebühren + QES-Kosten + Identifikationskosten + Kosten für Schnittstellen und weitere Zugänge

    Rechnen Sie dabei mit Ihrem realistischen Signaturvolumen. So werden auch Tarife vergleichbar, die QES bereits enthalten oder je Unterschrift abrechnen.

Fazit: Ist Skribble der passende QES-Anbieter für Sie?

Welcher QES-Anbieter zu Ihren Abläufen passt, hängt unter anderem von Signaturvolumen, Identifikation, Hosting, Kosten und vorhandenen Systemen ab. Wenn Sie neben der QES auch EES und FES über einen europäischen E-Signatur-Service nutzen möchten, kann Skribble eine passende Option sein.

Wir verbinden alle drei E-Signatur-Standards mit Hosting in Deutschland oder der Schweiz, mehreren Wegen zur Identifikation, API und Integrationen sowie persönlichem Support. So können Teams verschiedene Unterschriftsabläufe über einen Dienst abbilden.

QES-Anbieter im Vergleich: Häufige Fragen und Antworten

Manche Dienste bieten Testphasen oder enthalten eine begrenzte Zahl an QES in einem Tarif. Für die dauerhafte Nutzung sollten Sie deshalb prüfen, welche Signaturen enthalten sind und welche Kosten nach Verbrauch eines Kontingents entstehen. Bei Skribble signieren eingeladene Personen kostenlos. Bezahlt wird nur, wer selbst Dokumente zur Signatur versendet. Der Starter-Plan hat keine Grundgebühr. Für die QES ist einmalig eine Identifikation nötig. Sie ist für Signierende kostenlos, wenn das einladende Unternehmen die Kosten übernimmt.

Je nach Dienst kommen etwa Video-Identifikation, Selbst-Identifikation, eID, Bank-Identifikation oder eine persönliche Identifikation vor Ort infrage. Welche Methode verfügbar ist, hängt auch vom eingebundenen qualifizierten Vertrauensdienste-Anbieter ab.

Ein qualifizierter Vertrauensdienste-Anbieter stellt unter anderem die Dienste bereit, die für eine QES und das zugehörige qualifizierte Zertifikat nötig sind. Eine E-Signing-Plattform kann diesen Dienst einbinden und zusätzlich Funktionen für Dokumente, Signatur-Einladungen, Abläufe und Schnittstellen bereitstellen.

Das ist in der Regel nicht nötig, solange die vorherige Identifikation und das darauf basierende Zertifikat beziehungsweise die Freischaltung noch gültig sind. Wie lange diese genutzt werden können, richtet sich nach dem jeweiligen Verfahren und Vertrauensdienste-Anbieter.

Öffentlich ausgewiesene nutzungsabhängige Entgelte reichen im Vergleich von EUR 1.50 Fremdkosten pro QES bis zu EUR 15 für eine einzeln gebuchte QES. Diese Beträge sind jedoch nicht direkt vergleichbar, da sich Grundtarife, enthaltene Kontingente und Kosten für die Identifikation je Anbieter unterscheiden. Bei Skribble kostet eine QES im Starter-Plan aktuell CHF 5, zusätzliche QES kosten im Team-Plan CHF 4.50 und im Pro-Plan CHF 4, wobei Team und Pro bereits QES-Kontingente enthalten.

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