E-Signatur im Mittelstand: Wie UMB mit Skribble papierlos unterschreibt

12min · Published on 24. Juli 2026 · Updated on 27. Juli 2026
David Fürsinger CPO von Skribble
David Fürsinger CPO von Skribble
 

E-Signatur im Mittelstand: Wie UMB mit Skribble papierlos unterschreibt

Der Drucker streikt, die Tinte ist leer, und die eine Unterschrift, die jetzt dringend gebraucht wird, fehlt – weil eigentlich alle Beteiligten am selben Ort sein müssten. Im Mittelstand kostet dieser Moment Zeit, Nerven und Geld. Dabei ist die elektronische Signatur genau der kleine Hebel, der hier grosse Wirkung entfaltet.

In diesem Webinar zeigen drei Perspektiven, wie das in der Praxis funktioniert: Marc Neufurt von IONOS erklärt, warum eine souveräne, in Deutschland gehostete Cloud das Fundament für vertrauenswürdiges Signieren ist. Katharina Walter von Skribble ordnet die Signaturstandards ein und führt live durch die Plattform. Und Simon Lanz vom IT-Dienstleister UMB berichtet, wie sein Unternehmen die E-Signatur mitten in der Pandemie pragmatisch eingeführt hat. Durchs Webinar führt Gastgeber Quan Mach von IONOS.

Das nehmen Sie mit

  • Warum die Cloud unter der E-Signatur hochsicher und souverän sein muss
  • Wann Sie welche Signaturstufe brauchen: einfach, fortgeschritten oder qualifiziert
  • Wie UMB die E-Signatur in ein bis zwei Wochen live hatte
  • Welche Signaturstandards ein IT-Dienstleister im Alltag wirklich nutzt
  • Warum iteratives Vorgehen der beste Weg zur Einführung ist

Kurz: Ein sauberes Fundament (souveräne Cloud), das richtige Signaturniveau und ein pragmatischer Start – mehr braucht es nicht, damit die E-Signatur im Mittelstand Wirkung zeigt.

Begrüssung und Vorstellung der Speaker

Quan Mach: Herzlich willkommen zu unserem Webinar, gemeinsam mit unserem Partner Skribble und dem Unternehmen UMB. Ich bin Quan Mach von IONOS und begrüsse Sie als Gastgeber. Unser Thema heute: «Kleiner Hebel, grosse Wirkung: E-Signatur im deutschen Mittelstand».

Zur Agenda: Wir starten mit einer Einführung zu IONOS und warum wir als deutscher Cloud-Infrastrukturanbieter der ideale Digitalisierungspartner sind – inklusive Datenschutz- und Rechtsthemen. Danach folgt ein Überblick über die Vorteile der E-Signatur, eine kurze Demo der Skribble-Lösung und als Höhepunkt das Praxisbeispiel von UMB. Am Ende beantworten wir Ihre Fragen aus dem Chat. Ich gebe den Ball an Marc – magst du ein paar Worte zu dir sagen?

Marc Neufurt: Sehr gerne, Quan. Mein Name ist Marc Neufurt, ich bin Lead Strategist bei IONOS. Das heisst, ich kümmere mich darum, wie künftige Trends auf unser Unternehmen und unsere Kunden wirken – aus Technologie, Wirtschaftspolitik, Marktforschung und vor allem aus dem EU-Recht. Und damit übergebe ich an Katharina.

Katharina Walter: Danke, Marc. Katharina Walter ist mein Name. Ich bin seit knapp einem Jahr bei Skribble und dort Senior Partnership Managerin mit Fokus auf Partnerschaften in der Schweiz und in Deutschland. Ich komme aus der Online-Branche – 19 Jahre war ich bei Google –, habe mich dann aber für den Wechsel zu Skribble entschieden und freue mich, dass wir mit spannenden Kunden wie UMB zusammenarbeiten. Simon, stellst du dich kurz vor?

Simon Lanz: Danke, Katharina. Hallo zusammen aus der Schweiz. Ich bin Simon Lanz und arbeite seit vielen Jahren bei der Firma UMB. Wer UMB ist und was wir tun, erläutere ich später. Ich bin heute als Gast und Kunde von Skribble da.

Quan Mach: Vielen Dank an die Runde. Dann gehen wir über zum Part «IONOS, Ihr Mittelstandspartner für Digitalisierung». Marc, deine Bühne.

IONOS als souveränes Fundament für die E-Signatur

Marc Neufurt: Nachher sprechen wir über Skribble – das ist die Hauptsache. Aber darunter muss es ein festes Fundament geben, und die IONOS Cloud ist ein solches. Unsere Kernkompetenz sind moderne Cloud-Lösungen auf Infrastruktur- und Plattformebene, skalierende Infrastrukturen für den Softwarebetrieb und professionelle Beratung – von der Vorfeldberatung bis zum technischen Support.

Skribble steht für qualifizierte elektronische Signaturen bei Verträgen mit – und das betone ich – hohem geschäftlichem Risiko. Da muss zertifiziert und rechtssicher unterschrieben werden. Gerade solche Dinge, bei denen es im Geschäftsleben auf Vertrauen ankommt, brauchen mehr als ein blosses Hosting. Deshalb setzt IONOS auf eine sichere und souveräne Cloud.

IONOS ist ein Unternehmen aus Deutschland, seit 1998 im Geschäft – früher als 1&1 Webhosting bekannt – und nach der Fusion mit einem Berliner Cloud-Unternehmen seit 2018 am Cloud-Markt aktiv. Wir haben zwei Grossbereiche: Private Clouds (als Managed Service oder selbstverwaltet für alle, die maximale Diskretion brauchen) und die Public Cloud mit mehr Flexibilität bei geringeren Kosten. Für massgeschneiderte Software-Anforderungen vertrauen Independent Software Vendors wie Skribble auf unsere Enterprise-Cloud-Plattform: ein komplettes Rechenzentrum in der Cloud, aber man bleibt sein eigener Herr – vom Betriebssystem über die Frameworks bis zur Netzwerkabsicherung mit Load Balancern und Firewalls.

Warum die Cloud unter der E-Signatur hochsicher sein muss

Marc Neufurt: Eine Unterschrift schafft Vertrauen: Sie identifiziert das Gegenüber und dokumentiert dessen Willenserklärung. Das muss in einem hochsicheren Umfeld geschehen – niemand darf sich dazwischenschalten und manipulieren. Deshalb muss die Cloud-Ebene darunter hochsicher sein. Wir setzen auf resiliente, doppelt und geografisch redundante Infrastrukturen, damit bei einem physischen Ausfall nicht ganze Systeme vom Netz müssen.

Wir sind leidgeprüft: Wir erleben eine fünfstellige Zahl an Cyberattacken pro Tag auf unsere Rechenzentren. In zwölf Jahren Cloud-Betrieb haben wir daraus viele Best Practices verinnerlicht. Dazu kommen starke operative Prozesse und Frameworks wie ITIL für standardisierte Kommunikation und Fehlerbehebung im Schadensfall.

Zur Compliance: Wir sind DSGVO-konform, nach ISO 27001 zertifiziert, nach dem IT-Grundschutz der deutschen BSI-Norm (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) spezifiziert und erfüllen die C5-Testate des BSI. Auch die kommenden Anforderungen an kritische Infrastrukturen wie NIS2 auf europäischer Ebene setzen wir rechtzeitig um.

Warum Partner wie Skribble für uns wichtig sind? Softwareanbieter wollen eine vertrauenswürdige Cloud, und wir wollen eine gute Plattform sein – auf Augenhöhe, gerne aus Deutschland und vielleicht irgendwann aus Zürich, nicht aus Redmond oder San Francisco. Souveränität ist für uns kein Lippenbekenntnis. Und ganz wichtig: Wir mischen uns nie ins Geschäft eines Softwarepartners ein. Neben personenbezogenen Daten wird oft der Geschäftsgeheimnisschutz vergessen – auch der ist essenziell, gerade in der Cloud. Damit übergebe ich weiter.

Warum elektronisch signieren?

Katharina Walter: Danke, Marc. Beim Thema Papier kennen wir vielleicht dieses Bild: ein wichtiger Vertrag, schön ausgedruckt, der Stift liegt bereit. Aber die Realität sieht oft anders aus – der Drucker streikt, die Tinte ist leer, jemand ist krank, und die Unterschrift ist zu einem bestimmten Zeitpunkt unbedingt nötig. Alle müssen sich am selben Ort einfinden. Diesen Stress wollen wir mit E-Signaturen vermeiden.

Warum also elektronisch signieren? Erstens spart man Geld: In verschiedenen Umfragen und Reports haben wir festgestellt, dass sich pro Dokument im Schnitt rund 20 Euro einsparen lassen – inklusive Arbeitsaufwand. Zweitens spart man Zeit: statt Dokumentenmappen von Büro zu Büro zu schicken, rund 27 Minuten pro Dokument, weil alles am Computer stattfindet. Und drittens ist es nachhaltiger: Wir sparen Papier und verringern CO₂-Emissionen deutlich.

Skribble im Überblick

Katharina Walter: Warum Skribble? Kurz zur Historie: Skribble wurde in der Schweiz gegründet, hat aber auch eine deutsche Niederlassung – vor sechs Jahren gegründet. Wir sind also aus der Start-up-Phase raus und dürfen uns Scale-up nennen. Dieses Jahr hatten wir bereits 160'000 aktive Nutzende weltweit und haben über 4,2 Millionen Signaturen ausgelöst. Und obwohl wir erst seit September in Deutschland gehostet werden – dank IONOS –, haben wir bereits 250 Kunden aus Deutschland aus verschiedenen Branchen. Wir sind wirklich segment-agnostisch unterwegs; zu unseren Kunden zählt zum Beispiel DATEV.

Sechs Gründe für Skribble: Wir sind ein europäischer Anbieter und in der Schweiz Marktführer. Wir haben eine sehr einfache Plattform. Wir bieten alle drei Signaturstandards aus einer Hand – einfach, fortgeschritten und qualifiziert. Wir sind eine sichere Plattform nach DSGVO-Standard, zertifiziert nach ISO 9001 und ISO 27001, und werden ausschliesslich in der Schweiz und in Deutschland gehostet – die Daten gehen nicht in Länder mit anderen Zugriffsrechten. Wir sind integrativ: Unsere API ist in vielen Branchenlösungen eingebunden, dazu gibt es Standard-Plugins für Google Drive, Microsoft SharePoint oder HubSpot. Sie sind sorgenfrei, weil die Identifikationsprozesse für die qualifizierte Signatur bereits integriert sind – kein weiterer Drittanbieter nötig. Und wir sind Spezialisten: ein reiner Pure Player fürs Signieren, ohne zusätzliche Dokumentenmanagement- oder ERP-Systeme.

Live-Demo: In wenigen Klicks signieren

Katharina Walter: Starten wir mit der Kurzdemo. Das ist die Skribble-Plattform, my.skribble.com. Manchen Firmen bieten wir Single Sign-on an – ich logge mich hier einfach mit Google ein. Die Oberfläche ist sehr einfach aufgebaut: Man sieht die Dokumente und ihren Status – solche, die man noch signieren muss, ausstehende und abgelehnte.

Starten wir eine Signaturanfrage: Ich klicke auf den blauen Plus-Knopf und werde geleitet, ein Dokument auszuwählen – hier ein bereits hochgeladener Standardvertrag. Ich kann nur mich selbst unterzeichnen lassen oder mehrere Personen einladen. Weiter unten wähle ich die Beweiskraft: Wir bieten alle drei Standards an; die höchste ist einer handschriftlichen Unterschrift gleichgestellt und in EU-Recht wie in Schweizer Recht verfügbar. Damit können Sie praktisch weltweit rechtsgültig unterschreiben.

Ich wähle die höchste Signaturstufe und lasse mehrere Personen unterzeichnen. Ich kann eine Signaturreihenfolge festlegen, mich selbst einschliessen und weitere Signierende hinzufügen. Dann sehe ich das Dokument und kann eine visuelle Signatur platzieren – nicht nötig für die Rechtsgültigkeit, aber vielen hilft die visuelle Bestätigung. Ich hinterlasse optional eine persönliche Nachricht, füge bei Bedarf Betrachtende hinzu und klicke auf «Einladung versenden». So einfach war das. Deshalb müssen wir für Unternehmen sehr selten Trainings anbieten – es ist selbsterklärend.

Die drei Signaturstandards

Katharina Walter: Skribble bietet alle drei Standards ohne Zusatzvertrag an. Kurz zur Differenzierung: Die qualifizierte elektronische Signatur ist der handschriftlichen gleichgesetzt und benötigt von den Signierenden eine E-Identifikation. Die fortgeschrittene ist höher gestellt als die einfache Signatur, die im Grunde einem Klick entspricht. Wer mehr wissen will: Wir haben einen Leitfaden, welche Signatur wir für welchen Dokumententyp empfehlen.

Was uns auszeichnet: Wir sind spezialisiert und sprechen Ihre Sprache – mit lokalen Support-Teams in der Schweiz und in Deutschland, die die ortsüblichen Regularien kennen. Wir haben hohen Datenschutz durch europäisches Hosting, und weil unsere Firma in der Schweiz sitzt, unterliegen wir nicht dem US-Cloud-Act wie amerikanische Anbieter. Zudem akzeptieren wir andere E-Signatur-Standards auf dem Dokument, wenn sie mit anerkannten Zertifikaten arbeiten, und sind nicht geräte- oder serverbasiert: Die App läuft im Webbrowser, die Zeitstempel liegen als Zertifikat im PDF.

Praxisbericht UMB: Das Unternehmen

Katharina Walter: Jetzt möchten Sie vielleicht wissen, was unsere Kunden sagen. Simon, weisst du noch, wann die Reise mit Skribble begonnen hat?

Simon Lanz: Es ist einige Jahre her – irgendwo in den 2020er-Jahren, als die Pandemie voll eingeschlagen hat und alle im Homeoffice waren. Wir hatten viel zu tun, durften viele neue Kolleginnen und Kollegen einstellen, und irgendwo mussten immer wieder Verträge unterzeichnet werden. Das war mein erster Kontakt mit der E-Signatur.

Katharina Walter: Erzählst du uns etwas über UMB?

Simon Lanz: Gerne. UMB ist ein IT-Dienstleister in der Schweiz, vorzugsweise für KMU und Grossunternehmen. Wir machen Beratung, Professional Services, Betrieb und Sourcing – über den ganzen Tech-Stack: Netzwerk, Security, Cloud, SAP, Modern Work. UMB beschäftigt rund 900 bis 950 Mitarbeitende in der Schweiz und in Madrid, ist nach den gängigsten Standards zertifiziert und seit 2022 Mitglied der BKW-Gruppe (Bereich Building Solutions). Ich selbst bin bei UMB für den internen Betrieb verantwortlich – Netzwerk, Cloud und Workplace.

Die Einführung bei UMB: pragmatisch in der Krise

Katharina Walter: Wie seid ihr damals vorgegangen, als ihr E-Signaturen eingeführt habt? Wie habt ihr die Anwendungsfälle identifiziert?

Simon Lanz: Ehrlich gesagt war das in einer Krise – da kommen Menschen anders zusammen. Die Einführung war salopp gesagt ad hoc, weil wir eine Lösung haben mussten. Die haben wir mit Skribble gefunden, beschafft und eingeführt. Wir haben ein, zwei Teams-Calls mit den ersten Anwendenden gemacht und sind dann iterativ vorgegangen, um die Anwendungsfälle zu definieren.

Katharina Walter: Weisst du noch, wie lange es gedauert hat? War es aufwendig?

Simon Lanz: Als IT-Unternehmen haben wir die Spezialisten gleich zur Hand, die solche Integrationen machen. Das ging flott – wir waren in ein bis zwei Wochen live und haben dann schon die ersten Dokumente unterzeichnet.

Welche Standards UMB nutzt

Katharina Walter: Welche Signaturstandards verwendet UMB, und wie habt ihr entschieden?

Simon Lanz: Wir nutzen tatsächlich alle Standards. Die grosse Mehrheit ist die fortgeschrittene elektronische Signatur – bei uns zwischen 75 und 80 Prozent. Dann etwa 15 Prozent einfache Signaturen und 5 Prozent qualifizierte.

Katharina Walter: Gab es Aspekte, die euch die Entscheidung für Skribble erleichtert haben?

Simon Lanz: Wir haben den Markt begutachtet und Skribble gefunden, das auch in der Schweiz eine Ansprechperson hatte. Wir suchten eine einfache Lösung für genau dieses Problem – die haben wir gefunden und andere grosse Player gar nicht mehr näher betrachtet. Wichtig war uns die Datenhaltung in der Schweiz. Zusammen mit der intuitiven Oberfläche und den lokalen Ansprechpersonen war schnell klar, dass wir mit Skribble gehen – zumal wir in der Krise gar nicht die Zeit hatten, lange weiter zu evaluieren.

Die Wirkung: hybrides Arbeiten ohne Reibung

Katharina Walter: Unser Webinar heisst «Kleiner Hebel, grosse Wirkung». Was war die Wirkung der Einführung bei UMB?

Simon Lanz: Es sind die kleinen Dinge. Wir haben ein hybrides Arbeitsmodell – und hybrid heisst für mich nicht nur Office, Homeoffice oder remote, sondern auch zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Es gibt Nachteulen, Frühaufsteher und alle dazwischen. Wenn ich von einer Kollegin an einem anderen Standort oder mit anderen Arbeitszeiten eine Signatur brauche, ist es viel einfacher, das Dokument einfach zuzustellen und die Signatur zurückzuerhalten.

Katharina Walter: Das kennen wir auch – bei Skribble sitzen die Mitarbeitenden in vielen Ländern und Zeitzonen. Gab es trotz der reibungslosen Einführung Herausforderungen?

Simon Lanz: Als wir gestartet sind, gab es das eine oder andere Feature noch nicht, das es heute gibt – technisch oder organisatorisch. Das löst sich über die Zeit mit der Produktentwicklung. Eine Herausforderung, die wir noch haben, ist die Awareness: welcher Signaturtyp wofür passt – man muss nicht für jedes Sitzungsprotokoll gleich die qualifizierte Signatur verwenden, oft reicht die einfache. Die meisten, die regelmässig signieren, wissen das aber. Der Leitfaden von Skribble hat uns eine Basis gegeben; den haben wir intern reviewt, um eigene Use Cases ergänzt und in unsere Applikationsdokumentation aufgenommen.

Simons Tipp: iterativ starten

Katharina Walter: Hättest du einen Tipp, wie man E-Signaturen erfolgreich einführt?

Simon Lanz: Wie in vielen IT-Projekten: agil beziehungsweise iterativ vorgehen. Einen Use Case herauspicken, der nicht gleich den kritischsten Wertschöpfungsprozess betrifft – etwa einen Unterstützungsprozess wie die interne Beschaffung, so war es bei uns. In einem kleinen, geschützten Rahmen mit wenigen Nutzenden erste Erfahrungen sammeln, daraus Feedback ziehen und es auf die nächsten Use Cases anwenden. Mein Tipp: mutig sein, vorangehen und dann weiterentwickeln.

Katharina Walter: Hast du ein Lieblingsfeature von Skribble?

Simon Lanz: Es gibt Integrationen mit OneDrive und SharePoint, die wir nutzen – ich selbst nutze sie nicht, ich lese ein Dokument gerne nochmals durch und signiere dann bewusst. Ich finde die Oberfläche sehr ansprechend, simpel und zügig. Und das Zweite, was ich schätze, ist die lokale Ansprechperson, deren Gesicht ich kenne – diese persönliche Geschäftsbeziehung ist wertvoll.

Das Einführungsangebot für Deutschland

Katharina Walter: Simon, vielen Dank für deine Zeit und dein Feedback. Als kleines Schmankerl haben wir ein besonderes Angebot: den Skribble Pro Plan als Einführungsangebot für Deutschland. Er enthält bis zu zehn Nutzende und 1'500 inkludierte Signaturen unabhängig vom Standard, generierbare API-Keys für Integrationen (etwa Google Drive, OneDrive oder SharePoint), drei dedizierte Sessions mit dem Customer-Success-Team fürs Onboarding, zehn Online-Identifikationen für die qualifizierte Signatur sowie Company Branding, mit dem Ihr Logo auf Signatureinladungen erscheint. Dazu gibt es eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Bei Fragen erreichen Sie unser Happy Team unter happy@skribble.com oder mich direkt; alle Details stehen auf der Landingpage unter skribble.com/einfuehrungsangebot.

Fragen und Antworten aus dem Webinar

Hat Skribble ein Partnerprogramm für IT-Systemhäuser?

Katharina Walter: Ja, wir haben verschiedene Partnermodelle, die wir auf unserer Webseite erklären – etwa ein Referral-Programm und Integrationsprogramme. IT-Systemhäuser stehen ganz oben auf unserer Liste von Partnerschaftszielen. Gerne mit solchen Fragen direkt an mich.

Müssen die Unterzeichnenden auch einen Skribble-Account haben?

Katharina Walter: Nein, das ist das Besondere bei Skribble. Nur wer die Signatureinladung verschickt, braucht einen Skribble-Account. Externe – etwa aus einer anderen Firma – benötigen keinen.

Wie authentifiziert man sich für die QES?

Katharina Walter: Die Identifikation stellt unser Partner Swisscom Trust Services bereit, nahtlos in unseren Prozess integriert. Es gibt eine Webseite, die die verschiedenen Identifikationsmöglichkeiten und ihre Durchführung erklärt. Für ZertES (Schweizer Recht) gibt es leicht andere Möglichkeiten zur Identifizierung als für eIDAS (EU-Recht).

Lässt sich die Lösung white-labeln und in andere SaaS-Anwendungen integrieren?

Katharina Walter: Ja. Unsere API wird bereits in mehr als 20 verschiedenen Branchenlösungen genutzt – von Legal Services über Financial Services bis zu DMS-Systemen wie ELO oder Therefore. Dort ist Skribble bereits integriert.

Welchen Vorteil bietet cloudbasierte Software – gerade beim Installations- und Update-Aufwand?

Simon Lanz: Am Ende ist es eine Make-or-Buy-Entscheidung: selbst betreiben oder den Service beziehen? Die Wachstumsraten bei SaaS und cloudnativen Services zeigen, dass das Sinn ergibt. Man muss es aber von Use Case zu Use Case betrachten. Bei der Signatur würde ich klar ein SaaS-Deployment empfehlen – das selbst zu betreiben lohnt sich ökonomisch nicht, das beziehe ich lieber nach Consumption.

Marc Neufurt: Zwei Ergänzungen: Lokal installierte Software auf einem Windows-PC bedeutet neben Installations- und Pflegeaufwand immer einen zusätzlichen Angriffspunkt – und gerade bei elektronischen Signaturen will man keine unterminierten oder veralteten Clients. Cloudbasierte Software hat das nicht: Über die API wird direkt aus der Cloud in die Anwendung gefunkt und zurück. So kann UMB etwa SharePoint weiternutzen, ohne die Anwendenden umzugewöhnen. Und ein Nachhaltigkeitsaspekt: Clouds stehen unter starkem Druck, grünen Strom zu verwenden – IONOS tut das bereits. Wer Software dezentral auf Millionen Clients installiert, hat Umweltziele schlechter im Griff. Die Cloud verlagert diese Herausforderung auf den Provider und macht es Unternehmen einfacher, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erfüllen.

Quan Mach: Vielen Dank, Marc, für die Einschätzung. Falls nach dem Webinar weitere Fragen aufkommen: gerne direkt an das Happy Team oder an Katharina – IONOS-spezifische Fragen routen wir weiter.

Katharina Walter: Damit schliessen wir die Session. Wir haben gezeigt, warum IONOS ein idealer Digitalisierungspartner für den deutschen Mittelstand ist, warum die E-Signatur für den Mittelstand bedeutsam ist und – vielen Dank in deine Richtung, Simon – wie das in der Praxis aussieht. Danke für die rege Teilnahme und eine schöne Restwoche.

Das Transkript endet hier.

Über Quan Mach
Quan Mach ist bei IONOS tätig und moderierte dieses Webinar als Gastgeber. Er führte durch die Agenda rund um Digitalisierung, souveräne Cloud und E-Signatur für den deutschen Mittelstand und leitete die Q&A-Runde mit dem Publikum.
→ LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/quan-mach-b3667a152

Über Marc Neufurt
Marc Neufurt ist Lead Strategist bei IONOS. Er analysiert, wie künftige Trends aus Technologie, Wirtschaftspolitik und EU-Recht auf IONOS und dessen Kunden wirken. Im Webinar erklärt er, warum eine sichere, souveräne und in Deutschland gehostete Cloud das Fundament für vertrauenswürdiges elektronisches Signieren ist. → LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mark-neufurth-cloud/

Über Katharina Walter
Katharina Walter ist Senior Partnership Managerin bei Skribble mit Fokus auf Partnerschaften in der Schweiz und in Deutschland. Zuvor war sie 19 Jahre bei Google. Im Webinar ordnet sie die drei Signaturstandards ein, führt live durch die Skribble-Plattform und begleitet den Praxisbericht von UMB. → LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/katharina-walter-5b860417/

Über Simon Lanz
Simon Lanz arbeitet seit vielen Jahren beim Schweizer IT-Dienstleister UMB und verantwortet dort den internen Betrieb (Netzwerk, Cloud, Workplace). Im Webinar berichtet er, wie UMB die E-Signatur mitten in der Pandemie pragmatisch eingeführt hat und welche Signaturstandards das Unternehmen heute im Alltag nutzt. → LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simon-lanz-92a0171a7/

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