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QES-Vertrauensdiensteanbieter im Vergleich: Anbieter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

5min · Published on 15. Oktober 2026 · Updated on 26. Oktober 2026
Jasmine Oeschger
Jasmine Oeschger B2B Marketing Manager
Jasmine Oeschger
Jasmine Oeschger B2B Marketing Manager
 

D-Trust, A-Trust, Swisscom oder SwissSign? Wer einen Anbieter für qualifizierte elektronische Signaturen sucht, merkt schnell: Die Auswahl ist größer, als es auf den ersten Blick scheint. Dieser Vergleich zeigt, welche QES-Vertrauensdiensteanbieter es gibt, worin sie sich unterscheiden und wann statt eines einzelnen Trust Service Providers eher eine E-Signing-Plattform zu Ihren Abläufen passt.

QES-Vertrauensdiensteanbieter im Vergleich: Das Wichtigste in Kürze

  • QES-Vertrauensdiensteanbieter gibt es in Deutschland, Österreich, der Schweiz und weiteren europäischen Ländern. Für die EU zeigt die offizielle Trusted List, welche Anbieter einen qualifizierten Dienst führen, in der Schweiz gelten die anerkannten Zertifizierungsdienste nach ZertES.
  • Für die Auswahl zählen Rechtsraum, Identitätsprüfung, technische Einbindung und Kosten. Ein Eintrag in einer offiziellen Liste bestätigt den qualifizierten Status des jeweiligen Dienstes, sagt jedoch wenig darüber aus, wie gut er zu Ihrem Signaturablauf passt.
  • Vertrauensdiensteanbieter und E-Signing-Plattformen übernehmen verschiedene Aufgaben. Der Vertrauensdienst stellt unter anderem das qualifizierte Zertifikat bereit, eine E-Signing-Plattform verbindet die QES mit Dokumenten, Signatur-Einladungen und weiteren E-Signatur-Standards.
  • A-Trust und Swisscom bilden nur einen Teil des Markts ab. Skribble bindet Dienste dieser beiden Anbieter in seine E-Signing-Plattform ein, sodass Sie je nach Rechtsraum qualifiziert elektronisch signieren können, ohne jeden Vertrauensdienst separat anzubinden.

Was ist ein QES-Vertrauensdiensteanbieter?

Ein Vertrauensdiensteanbieter, englisch Trust Service Provider, stellt Dienste bereit, die elektronische Transaktionen absichern. Dazu zählen etwa Zertifikate für elektronische Signaturen, elektronische Siegel oder Zeitstempel. Für eine QES ist ein qualifizierter Vertrauensdienst nötig.

Der Anbieter prüft beziehungsweise verarbeitet die Identität der signierenden Person nach den geltenden Vorgaben und stellt das qualifizierte Zertifikat für die elektronische Signatur bereit.

  • Gut zu wissen: Ein Vertrauensdiensteanbieter ist nicht automatisch für jeden angebotenen Dienst qualifiziert. Im EU-Raum erhält ein Dienst seinen qualifizierten Status nach einem geregelten Prüfverfahren. Deshalb sollten Sie bei der Auswahl stets den konkreten QES-Dienst prüfen und nicht allein den Namen des Anbieters.

Davon zu unterscheiden ist eine E-Signing-Plattform. Sie bildet den Ablauf rund um das Signieren ab, etwa Dokumente hochladen, Signierende einladen oder die Signatur-Reihenfolge festlegen.

Welche QES-Vertrauensdiensteanbieter gibt es?

Für die Auswahl ist ein Detail wichtig: Nicht jeder aktive Vertrauensdiensteanbieter in einer Trusted List stellt automatisch qualifizierte Zertifikate für elektronische Signaturen aus. Die Listen enthalten auch andere Dienste, etwa qualifizierte Zeitstempel oder elektronische Siegel. Für die QES sollten Sie deshalb beim jeweiligen Anbieter auf einen aktiven Dienst zur Ausstellung qualifizierter Zertifikate für elektronische Signaturen achten.

QES-Vertrauensdiensteanbieter in Deutschland

Die deutsche Trusted List enthält mehrere aktive Anbieter mit „QCert for ESig“. Stand September 2026 gehören dazu:

Anbieter Aktiver qualifizierter Dienst für elektronische Signaturzertifikate Weitere aktive qualifizierte Dienste laut Trusted List
Atos Information Technology GmbH
Available

keine weiteren in der Trusted List ausgewiesen

Bundesagentur für Arbeit
Available

qualifizierter Zeitstempel

Bundesnotarkammer
Available

qualifiziertes elektronisches Siegel, qualifizierter Zeitstempel

D-Trust GmbH
Available

qualifiziertes elektronisches Siegel, QWAC, qualifizierter Zeitstempel

Deutsche Post AG
Available

keine weiteren in der Trusted List ausgewiesen

Deutsche Telekom AG
Available

qualifiziertes elektronisches Siegel

DGN Deutsches Gesundheitsnetz Service GmbH
Available

qualifizierter Zeitstempel

medisign GmbH
Available

keine weiteren in der Trusted List ausgewiesen

Netcetera Software Services GmbH
Available

qualifiziertes elektronisches Siegel, QWAC, qualifizierter Zeitstempel

SIGN8 GmbH
Available

qualifiziertes elektronisches Siegel, qualifizierter Zeitstempel

  • Wichtig bei der Suche: Ein Platz in der Trusted List sagt zunächst aus, welchen Status ein Anbieter und seine dort aufgeführten Dienste besitzen. Daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass jede Organisation den jeweiligen QES-Dienst direkt buchen kann. Einige Angebote richten sich an klar abgegrenzte Nutzerkreise oder sind Teil anderer Dienste.

QES-Vertrauensdiensteanbieter in Österreich

Auch Österreich verfügt über mehrere Anbieter mit aktivem qualifiziertem Zertifikatsdienst für elektronische Signaturen. Die österreichische Trusted List weist derzeit folgende Anbieter aus:

Anbieter QCert for ESig Weitere aktive qualifizierte Dienste laut Trusted List
A-Trust GmbH
Available

elektronisches Siegel, QWAC, Zeitstempel, Verwaltung entfernter qualifizierter Signatur- und Siegelerstellungseinheiten

e-commerce monitoring GmbH
Available

elektronisches Siegel, QWAC, Zeitstempel, Verwaltung entfernter qualifizierter Signatur- und Siegelerstellungseinheiten

PrimeSign GmbH
Available

elektronisches Siegel, Verwaltung entfernter qualifizierter Signatur- und Siegelerstellungseinheiten

Swisscom IT Services Finance S.E.
Available

elektronisches Siegel, Zeitstempel, Verwaltung entfernter qualifizierter Signatur- und Siegelerstellungseinheiten

SwissSign GmbH
Available

Verwaltung entfernter qualifizierter Signaturerstellungseinheiten

Anbieter für QES nach Schweizer ZertES

In der Schweiz gilt ein eigenes Regelwerk. Das Bundesgesetz über die elektronische Signatur, kurz ZertES, regelt die anerkannten Zertifizierungsdienste. Das Bundesamt für Kommunikation nennt mit Stand vom 19. August 2026 folgende anerkannte Anbieterinnen von Zertifizierungsdiensten:

  • Swisscom (Schweiz) AG
  • DigiCert Switzerland AG
  • SwissSign AG
  • SIGN8 AG
  • Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT, dessen Dienst sich an Behörden richtet

Eine Schweizer QES nach ZertES und eine QES nach EU-Recht sind rechtlich nicht automatisch gleichgestellt. Nach Angaben des BAKOM besteht derzeit noch kein Abkommen zwischen der Schweiz und der EU über die gegenseitige Anerkennung elektronischer Signaturen.

Weitere QES-Vertrauensdiensteanbieter in der EU

Deutschland und Österreich bilden nur einen Ausschnitt des europäischen Marktes. Jeder EU-Mitgliedstaat führt eine eigene nationale Trusted List. Die Europäische Kommission bündelt diese Listen im EU/EEA Trusted List Browser, sodass Sie Anbieter nach Land, Name und Vertrauensdienst prüfen können.

Für die Recherche empfiehlt sich deshalb ein zweistufiges Vorgehen:

  1. Suchen Sie im EU Trusted List Browser nach dem gewünschten Land oder Anbieter.
  2. Prüfen Sie anschließend, ob ein aktiver qualifizierter Dienst für elektronische Signaturzertifikate ausgewiesen ist.

QES-Vertrauensdiensteanbieter im direkten Vergleich

Zwei Anbieter können beide einen qualifizierten Zertifikatsdienst führen und sich für Ihren tatsächlichen Signaturablauf trotzdem stark unterscheiden. Deshalb lohnt sich ein Vergleich, der über den Eintrag in der Trusted List hinausgeht.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Fragen vor einer Auswahl relevant sind:

Kriterium Darauf sollten Sie achten
Rechtsraum

Benötigen Sie eine QES nach EU-Recht, nach ZertES oder in beiden Rechtsräumen?

Identitätsprüfung

Welche Identifikationsmethoden stehen zur Verfügung und wie viele Schritte brauchen Signierende?

Wiederverwendung der Identität

Wie lange bleibt eine bestätigte Identität nutzbar?

Technische Einbindung

Gibt es eine API oder bereits fertige Verbindungen zu E-Signing-Plattformen?

Externe Signierende

Können Personen ohne eigenes Konto unkompliziert unterschreiben?

Signaturmengen

Eignet sich das Modell für einzelne QES oder für große Mengen?

Kosten

Fallen Gebühren je Signatur, Identifikation, Zertifikat oder Paket an?

Weitere Dienste

Sind auch elektronische Siegel, Zeitstempel oder andere Vertrauensdienste verfügbar?

Support

Gibt es erreichbare Ansprechpersonen bei rechtlichen oder technischen Fragen?

Ein Anbieter mit passenden Vertrauensdiensten kann trotzdem zusätzlichen Aufwand verursachen, wenn Sie Dokumentenversand, Signatur-Reihenfolge, Erinnerungen oder verschiedene E-Signatur-Standards selbst abbilden müssen. Wie mehrere dieser Auswahlkriterien in der Praxis zusammenspielen, zeigt der Blick auf Korean Reinsurance Switzerland AG:

Wir analysierten die verschiedenen Anbieter. Zentrales Kriterium war für uns die Abdeckung aller E-Signatur-Standards und ganz besonders eine vollintegrierte und benutzerfreundliche Lösung für die QES. Zudem bietet Skribble einfache Lösungen für die für QES erforderliche Identifikation nach Schweizer und EU-Recht an.

Sven Siegin, Head of Risk Management and Compliance, Korean Reinsurance Switzerland AG

Identifikationsmethoden der QES-Anbieter im Vergleich

Bevor Sie mit einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES) unterschreiben können, muss Ihre Identität geprüft werden. Wie das geschieht, unterscheidet sich je nach Vertrauensdiensteanbieter und angebundenem Dienst. Genau dieser Schritt prägt den Aufwand für Signierende oft stärker als die eigentliche Unterschrift.

Bei D-Trust stehen für sign-me etwa die Online-Ausweisfunktion und VideoIdent zur Verfügung. Swisscom Trust Services bietet unter anderem Video-Identifikation, die deutsche eID, Selfie-basierte Verfahren sowie persönliche Identifikation vor Ort an. A-Trust bündelt für seine QES unter anderem ID Austria, xIDENTITY und EU-Identity.

Für den Vergleich lohnt sich deshalb ein Blick auf den konkreten Ablauf:

Identifikationsweg Typischer Ablauf Praktischer Punkt bei der Auswahl
Video-Identifikation

Geschultes Personal prüft Ausweis und Person per Video

Servicezeiten, unterstützte Sprachen und Wartezeit prüfen

Online-Ausweis oder eID

Elektronischer Identitätsnachweis wird ausgelesen

Passendes Ausweisdokument und Smartphone können nötig sein

Selbst-Identifikation

Ausweis scannen, Gesicht per Kamera aufnehmen

Rund um die Uhr möglich, je nach Dienst per App oder Browser

Persönlich vor Ort

Geschulte Person prüft Identität und Ausweis

Eignet sich etwa für interne Identifikation oder feste Standorte

Bereits vorhandene Identität

Bestehender Identitätsnachweis wird mit dem Signieren verknüpft

Kann zusätzliche Prüfschritte für Signierende reduzieren

Die passende Methode hängt davon ab, wer signiert und wie häufig eine QES gebraucht wird. Muss eine externe Person einmalig einen Vertrag unterschreiben, sollte der Weg ohne lange Vorbereitung funktionieren. Signieren dagegen viele Mitarbeitende regelmäßig mit QES, kann eine wiederverwendbare Identifikation den Aufwand deutlich senken.

  • Factsheet zu den Identifikationsmethoden
    Prüfen Sie die Unterschiede zwischen den Identifikationswegen.

Bei Skribble stehen für die QES derzeit die Selbst-Identifikation (Ausweis scannen und Selfie, ohne App, rund um die Uhr), die Identifikation über die Nect-App (EU-Recht), ID Austria (EU-Recht) sowie die persönliche Identifikation vor Ort zur Wahl, etwa in einem Swisscom-Shop oder über geschulte Mitarbeitende im eigenen Unternehmen. Mit der Selbst-Identifikation schalten Sie die QES nach Schweizer Recht und nach EU-Recht mit einer einzigen Identifikation frei.

Auch die Gültigkeitsdauer gehört in den Vergleich. Bei Skribble bleibt eine Identifikation je nach Methode zwei bis fünf Jahre gültig. Swisscom nennt für seine persönliche Identifikation eine Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren ohne erneute Registrierung.

API und technische Einbindung der QES-Vertrauensdiensteanbieter

Ein qualifizierter Vertrauensdienst allein bildet noch keinen vollständigen Ablauf für Verträge und andere Dokumente. Wenn Sie einen QES-Dienst direkt anbinden möchten, muss Ihre vorhandene Software unter anderem Identifikation, Zertifikatserstellung, Signaturfreigabe und Rückgabe des signierten Dokuments miteinander verbinden. Wie viel eigene Entwicklungsarbeit dafür nötig ist, hängt stark vom Anbieter und dessen Schnittstellen ab.

Swisscom Trust Services stellt beispielsweise standardisierte Schnittstellen für seinen Smart Registration und Signing Service bereit. Partner können damit Identifikation und Signieren in eigene Software einbauen. Auch D-Trust bietet sign-me als Dienst an, der sich in bestehende Signaturprozesse einbetten lässt.

Für Ihre Auswahl sollten Sie deshalb mehrere Ebenen getrennt prüfen:

  • Schnittstelle: Gibt es eine dokumentierte API für Registrierung, Identifikation und Signieren?
  • Testzugang: Können Entwicklungsteams den Ablauf vor dem Produktivstart testen?
  • Identifikation: Muss zusätzlich ein weiterer Dienst eingebunden werden?
  • Externe Signierende: Funktioniert der Vorgang ohne eigenes Konto?
  • Mehrere E-Signatur-Standards: Brauchen Sie neben QES auch einfache elektronische Signatur (EES) oder fortgeschrittene elektronische Signatur (FES)?
  • Bestehende Software: Gibt es fertige Verbindungen zu Ihrer Dokumentenverwaltung, Ihrem CRM oder anderen Systemen?

Wie Nutzende auf E-Signing zugreifen, fällt laut Skribble E-Signing-Report sehr unterschiedlich aus:

  • 76 %

    nutzen E-Signing direkt im Browser.

  • 12 %

    nutzen Plug-ins.

  • 12 %

    nutzen APIs.

Eine E-Signing-Plattform setzt an dieser Stelle eine Ebene darüber an. Bei Skribble können Sie beispielsweise über eine REST-API aus eigener Software heraus signieren lassen. Daneben bestehen Einbindungen für Microsoft 365, Google Drive sowie Geschäftssysteme wie SAP und Salesforce. Für die Skribble-API stehen zudem ein Test-API-Schlüssel und technische Dokumentation bereit.

Super Support, stabile Verfügbarkeit, gute Usability, super API und super Service. Skribble ist stark in unsere eigene Plattform via API integriert und hat unsere Prozesse deutlich beschleunigt und automatisiert. Wir sind begeistert!

Stefan Nägeli, CTO, Swisspeers

Was kosten QES-Vertrauensdiensteanbieter?

Die Kosten für eine qualifizierte elektronische Signatur lassen sich nicht mit einem einheitlichen Stückpreis beantworten. Je nach Vertrauensdiensteanbieter zahlen Sie etwa pro QES, für ein festes Signaturkontingent oder über ein Vertragsmodell mit vereinbartem Jahresvolumen. Hinzu können Kosten für die Identitätsprüfung oder die technische Anbindung kommen.

Öffentlich einsehbare Preise eignen sich daher eher als Orientierung. Sie lassen sich nur bedingt miteinander vergleichen, weil sich Leistungsumfang und Zielgruppe unterscheiden.

Kostenpunkt Was dahintersteckt
QES

Preis je qualifizierter elektronischer Signatur oder über ein Signaturkontingent

Identitätsprüfung

Je nach Methode einmalig oder erneut nach Ablauf der bestätigten Identität

Zertifikat

Je nach Angebot separat berechnet oder bereits im QES-Preis enthalten

Technische Anbindung

Einmalige oder laufende Kosten für API und Einrichtung

Grundgebühr

Bei manchen Angeboten monatlich oder jährlich

Zusätzliche Vertrauensdienste

Etwa qualifizierte Zeitstempel oder elektronische Siegel

  • Nicht nur auf den Preis pro QES schauen
    Ein günstiger Stückpreis sagt wenig über die tatsächlichen Kosten Ihres Signaturablaufs aus. Prüfen Sie zusätzlich, welche Kosten für Identifikation, Einrichtung, Schnittstellen und interne Betreuung entstehen. Gerade bei vielen Signierenden kann der Aufwand rund um die QES stärker ins Gewicht fallen als die einzelne Unterschrift.

Vertrauensdiensteanbieter oder E-Signing-Plattform: Was brauchen Sie?

Ein qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter und eine E-Signing-Plattform erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Der Vertrauensdiensteanbieter stellt den qualifizierten Dienst bereit, der für eine QES nötig ist. Eine E-Signing-Plattform bildet dagegen den Ablauf rund um Ihre Dokumente und Signierenden ab.

Das ist für die Auswahl wichtig: Wer bei der Recherche direkt auf D-Trust, A-Trust, Swisscom oder einen anderen Trust Service Provider stößt, sucht möglicherweise eigentlich eine Plattform, über die sich der jeweilige Vertrauensdienst nutzen lässt.

Wann die direkte Zusammenarbeit mit einem Vertrauensdiensteanbieter passt

Eine direkte Anbindung kann sinnvoll sein, wenn Sie bereits eigene Software für Ihre Dokumente und Unterschriften betreiben. Ihr Team bindet dann den benötigten Vertrauensdienst über eine Schnittstelle in den vorhandenen Prozess ein.

Dieser Weg passt vor allem, wenn Sie:

  • gezielt einen bestimmten QES-Dienst benötigen,
  • bereits eine eigene Oberfläche für Signierende haben,
  • Identitätsprüfung und Signaturfreigabe selbst in Ihren Ablauf einbauen möchten,
  • über interne Ressourcen für Einrichtung, Tests und laufende Betreuung verfügen.

Wann eine E-Signing-Plattform zum Signaturablauf passt

Wenn Sie den gesamten Weg vom Dokument bis zur fertigen Unterschrift über eine Oberfläche steuern möchten, kann eine E-Signing-Plattform besser passen. Sie verbindet den Vertrauensdienst mit Funktionen, die im Arbeitsalltag rund um das Signieren gebraucht werden.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Dokumente hochladen und versenden
  • Signierende einladen
  • Signatur-Reihenfolgen festlegen
  • automatische Erinnerungen senden
  • externe Personen ohne eigenes Konto unterschreiben lassen
  • EES, FES und QES über dieselbe Plattform nutzen
  • vorhandene Software über Plug-ins oder API verbinden

Bei Skribble nutzen Sie die Vertrauensdienste von A-Trust und Swisscom innerhalb einer E-Signing-Plattform. Damit können Sie je nach Dokument und Rechtsraum den passenden E-Signatur-Standard nutzen, ohne für jeden Vertrauensdienst einen getrennten Signaturablauf aufzubauen.

Welche QES-Vertrauensdiensteanbieter nutzt Skribble?

Wir stellen die qualifizierte elektronische Signatur nicht selbst als Vertrauensdiensteanbieter aus. Stattdessen binden wir ausgewählte Vertrauensdienste in unsere E-Signing-Plattform ein. Dazu gehören A-Trust für QES nach EU-Recht sowie Swisscom für QES nach Schweizer und EU-Recht. Für Sie steht damit der Signaturablauf im Vordergrund, ohne dass Sie jeden Vertrauensdienst separat in Ihre eigene Software einbauen müssen.

Welcher Dienst zum Einsatz kommt, hängt unter anderem vom Rechtsraum und dem jeweiligen QES-Ablauf ab. Für die Schweiz und die EU gelten unterschiedliche rechtliche Grundlagen.

A-Trust über Skribble

A-Trust ist ein österreichischer qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter und stellt qualifizierte Zertifikate für elektronische Signaturen nach EU-Recht bereit. Die österreichische Trusted List führt A-Trust unter anderem mit „QCert for ESig“.

Swisscom über Skribble

Swisscom ist für Skribble vor allem deshalb relevant, weil die Gruppe QES-Dienste für zwei Rechtsräume bereitstellt. Swisscom (Schweiz) AG stellt qualifizierte Zertifikate nach Schweizer ZertES bereit. Swisscom IT Services Finance S.E. ist in Österreich als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter gelistet und ermöglicht QES nach EU-Recht. Die aktuellen Skribble-Nutzungsbedingungen trennen diese beiden Dienste ausdrücklich voneinander.

  • Zwei Anbieter, eine E-Signing-Plattform
    A-Trust und Swisscom decken bei Skribble unterschiedliche QES-Konstellationen ab. A-Trust kommt für QES nach EU-Recht zum Einsatz, Swisscom für QES nach Schweizer und EU-Recht. Die Vertrauensdienste sind direkt in die E-Signing-Plattform eingebunden.

Fazit: QES-Vertrauensdiensteanbieter und Signaturplattform gemeinsam betrachten

Bei der Wahl eines QES-Vertrauensdiensteanbieters zählen weit mehr Punkte als der Name des Anbieters. Prüfen Sie Rechtsraum, qualifizierten Status, Identifikationswege, technische Einbindung und Kosten immer im Zusammenspiel.

Ebenso wichtig ist die Frage, wie Sie die QES später nutzen möchten. Wer bereits eigene Signaturprozesse betreibt, kann einen Vertrauensdienst direkt anbinden. Wer Dokumente, Signierende, Identifikation sowie EES, FES und QES über eine Plattform steuern möchte, kann auf einen E-Signing-Service wie Skribble setzen.

Wir binden die Vertrauensdienste von A-Trust und Swisscom in unsere Plattform ein und verbinden sie mit einem einheitlichen Signaturablauf.

QES-Vertrauensdiensteanbieter: Häufige Fragen und Antworten

Ein qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter stellt qualifizierte Vertrauensdienste bereit, die für eine qualifizierte elektronische Signatur nötig sind. Dazu gehört vor allem das qualifizierte Zertifikat, das die QES eindeutig mit der geprüften Identität der signierenden Person verknüpft.

In Deutschland gibt es mehrere Anbieter mit qualifizierten Zertifikatsdiensten für elektronische Signaturen, darunter D-Trust, Deutsche Telekom, SIGN8, medisign und Netcetera Software Services. Daneben führen die offiziellen Listen weitere Anbieter, deren Dienste sich teilweise an bestimmte Nutzergruppen richten.

Für die EU stellt die Europäische Kommission die nationalen Trusted Lists gesammelt über den EU Trusted List Browser bereit. In der Schweiz können Sie die anerkannten Zertifizierungsdienste über die zuständigen Schweizer Behörden prüfen.

Nein, ein Vertrauensdiensteanbieter stellt den qualifizierten Vertrauensdienst bereit, eine E-Signing-Plattform organisiert den Ablauf rund um Dokumente und Unterschriften. Bei Skribble greifen Sie beispielsweise über eine gemeinsame Plattform auf eingebundene Vertrauensdienste für die QES zu.

Das hängt davon ab, wie Sie Ihre QES technisch bereitstellen. Bei einer direkten Anbindung wählen Sie meist einen passenden Vertrauensdienst, über eine E-Signing-Plattform wie Skribble können dagegen verschiedene Vertrauensdienste in denselben Signaturprozess eingebunden sein.

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