Datensouveränität 2026: Warum die E-Signatur heute über Ihre digitale Resilienz entscheidet

Published on 2. Februar 2026 · Updated on 3. Februar 2026
Roni Oeschger CEO von Skribble
Roni Oeschger CEO von Skribble
 

Digitale Signaturen gelten heute als gesetzt. Die eigentliche Debatte hat sich fundamental verschoben: Nicht mehr ob digital signiert wird, sondern unter welchen rechtlichen und geopolitischen Bedingungen Unternehmen ihre Verträge überhaupt noch verantworten können. Eine persönliche Einschätzung zum Thema.

In Gesprächen mit Führungskräften im gesamten DACH-Raum höre ich heute eine neue Priorität: Digitale Resilienz. Während wir 2024 noch über DSGVO-Konformität diskutierten, ist Datensouveränität heute der entscheidende Faktor dafür, ob ein Unternehmen in einer vernetzten, KI-getriebenen Welt handlungsfähig bleibt oder zum Spielball geopolitischer Interessen wird.

Die Frage „Wem gehören unsere Daten?“ hat im Vertragswesen eine neue Dringlichkeit bekommen. Denn ein Vertrag im Jahr 2026 ist kein statisches Dokument mehr. Er ist der Treibstoff für automatisierte Ökosysteme.

Der Wendepunkt: Von der Compliance zur strategischen Autonomie

Früher galt Datensouveränität oft als lästige Pflicht für die Rechtsabteilung. Heute ist sie der Kern der Unternehmensstrategie. Internationale Gesetze und der Zugriff durch Drittstaaten sind keine theoretischen Risiken mehr. Wir haben gelernt: Wer seine Verträge in Infrastrukturen speichert, die dem europäischen Recht entzogen sind, baut sein Haus auf fremdem Grund.

Ich beobachte einen klaren Trend: Führende europäische Konzerne setzen konsequent auf die „Sovereign Cloud“. Sie haben erkannt, dass wahre Souveränität bedeutet, die volle Kontrolle über die Verschlüsselungs-Keys und den physischen Speicherort zu behalten. Das ist kein Misstrauen gegenüber globalen Partnern – es ist professionelle Risikovorsorge.

E-Signatur im Zeitalter von KI und EUDI-Wallets

Warum ist die digitale Signatur gerade jetzt der wichtigste Gradmesser für Souveränität? Zwei Entwicklungen haben das Spielfeld 2026 komplett verändert:

  1. Die EUDI-Wallet: Mit der flächendeckenden Einführung der europäischen digitalen Identität (EUDI) identifizieren wir uns heute nahtlos. Doch diese Identität ist nur so sicher wie der Prozess, in dem sie verwendet wird. Eine souveräne Signatur-Lösung garantiert, dass diese hochsensiblen Identitätsdaten nicht in unbefugte Hände geraten.
  2. Souveräne Vertrags-KI: Wir nutzen KI, um Verträge in Sekundenschnelle zu prüfen. Aber: Werden diese Daten zum Training von Modellen in Übersee genutzt? Souveränität bedeutet heute, KI-Tools zu nutzen, die lokal auf geschützten Datenräumen operieren.

Meine Beobachtungen: Die vier Säulen der Souveränität 2026

In meiner täglichen Arbeit bei Skribble sehe ich vier Faktoren, die heute über Erfolg oder Misserfolg digitaler Vertragsprozesse entscheiden:

  • Rechtliche Immunität: Es zählt nicht nur, wo der Server steht, sondern wer das Unternehmen kontrolliert. „Local Roots“ sind zum Schutzschild gegen ausländische Datenzugriffe geworden.
  • KI-Governance: Souveräne Unternehmen wissen genau, welche KI-Modelle auf ihre Verträge zugreifen und stellen sicher, dass kein Wissen abfließt.
  • Interoperabilität: Signaturen müssen heute grenzüberschreitend und systemunabhängig funktionieren – ohne dass Daten dabei ihre geschützte Zone verlassen.
  • Digital ESG: Datensouveränität wird zunehmend als Teil der sozialen Verantwortung

Vertrauen ist die härteste Währung

Wenn ich heute mit Partnern wie der DATEV spreche, geht es um mehr als nur Software. Es geht um ein Versprechen:

Der Hosting-Standort im EWR-Raum, die vorgelegten ISO-Zertifikate und die von uns durchgeführten Penetrationstests waren die Gütesiegel, die DATEV überzeugten.

Margrit Brogl, DATEV eG Procurement Excellence

Mein Fazit: Werden Sie zum Gestalter Ihrer Datenhoheit

Wir bei Skribble haben uns immer für den „Swiss Way“ oder den „European Way“ entschieden. Nicht, weil es der einfachste Weg ist, sondern weil er unseren Kunden die Freiheit gibt, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Digitaler Flow braucht Sicherheit – und Sicherheit braucht Souveränität.

Sind Ihre Vertragsprozesse bereit für die Anforderungen von 2026?

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie Sie Datensouveränität als Wettbewerbsvorteil nutzen können.

Über den Autor: Roni Oeschger

Roni Oeschger ist CEO und Mitgründer von Skribble. Er verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in der Tech-Industrie und hält einen MSc in Computer Science der ETH Zürich. Als E-Signatur-Pionier im DACH-Raum begleitet er Unternehmen dabei, ihre sensibelsten Prozesse durch den Einsatz souveräner Technologien zukunftssicher und resilient aufzustellen.

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