August 13, 2019

Die Alternative zu SuisseID: Unterschreiben Sie Ihre Verträge digital und ganz ohne Hardware

Patrick Meade
Patrick Meade

Die SuisseID wurde 2010 von der Post als erste digitale Identität mit Signaturlösung der Schweiz herausgegeben und hat sich besonders unter Behörden, Anwälten und Notaren, die viele Verträge unterschreiben, verbreitet. Bis vor Kurzem war die SuisseID mit USB-Stick respektive Chipkarte der Standard für die digitale Signatur in der Schweiz. Die Verkauf der SuisseID wurde im Dezember 2019 eingestellt. Die im Mai 2017 angekündigte SwissID ist heute als sicheres Login verbreitet, eine rechtsgültige elektronische Signatur bietet sie allerdings noch nicht. Es gibt allerdings bereits seit mehr als einem Jahr eine spannende Alternative, die ohne aufwändige Integration auskommt und auf jedem Gerät funktioniert: Skribble.

Die qualifizierte elektronische Signatur von Skribble ist mit jener der SuisseID gleichwertig

Mit Skribble signieren Sie genauso rechtsgültig wie mit der alten SuisseID – nur ganz ohne Installation von Soft- und Hardware-Komponenten. Die E-Signing-Plattform auf einem beliebigen Gerät und Browser aufrufen, Konto erstellen und loslegen: PDF hochladen, visuelle Signatur ins Dokument ziehen, per Knopfdruck signieren und auf dem Handy bestätigen. Und das bei freier Wahl aller drei gesetzlich geregelten E-Signatur-Standards: einfache elektronische Signatur (EES), fortgeschrittene elektronische Signatur (FES) und qualifizierte elektronische Signatur (QES). Die SuisseID bot lediglich den bis vor Kurzem mit hohen Identifikationshürden behafteten Standard QES mit maximaler Beweiskraft. In der Praxis ist eine FES allerdings oft völlig ausreichend – und mit dieser kann man unmittelbar loslegen. Für QES ist es im EU-Raum und infolge Corona vorübergehend auch in der Schweiz möglich, die Identifikation via Video abzuwickeln.

Sicherheit hat bei Skribble allerhöchste Priorität. Die Zertifikate von QES und FES werden von Swisscom oder GlobalSign ausgestellt – beides nach EU- und Schweizer Gesetzgebung anerkannte Anbieter elektronischer Zertifikate. Diese Zertifizierungsstellen haften für die ausgestellten Signaturen. 

Mehrere Dokumente anwählen und gleichzeitig signieren. Kein Problem mit der E-Signing-Plattform von Skribble. © Unsplash

Die QES von Skribble ist gleich sicher wie SuisseID, auch wenn das Unterschreiben keine Hardware wie ein USB-Stick oder Chipkarte erfordert

Ähnlich wie beim Login mit dem SuisseID Mobile Service bestätigen Sie die QES von Skribble mittels einer Zwei-Faktor-Authentifizierung auf Ihrem Mobiltelefon – mit einem Passwort und einem SMS-Code oder einer Mobile ID (für noch mehr Sicherheit empfohlen). Das Zertifikat liegt dabei nicht auf einem Hardware-Token, sondern wird on Demand mit einer limitierten Laufzeit von Swisscom erstellt. Wird die Signatur innerhalb dieser Laufzeit nicht ausgestellt, verfällt das Zertifikat und der Prozess muss neu gestartet werden. Das sorgt für zusätzliche Sicherheit.

Mit Skribble können Sie ohne die Installation eines Programmes direkt im Browser signieren. © Unsplash

Bei SuisseID mussten Sie sich einmalig bei der Post identifizieren. Wie funktioniert das bei Skribble?

Wie die SuisseID setzt auch die QES von Skribble eine einmalige Identitätsprüfung voraus. In der Schweiz ist eine persönliche Identifikation notwendig. Skribble bietet Unternehmenskunden die Möglichkeit, Mitarbeitende in der Identifizierung mit der ID-App von Swisscom zu schulen, so dass diese unabhängig intern identifizieren können. Alternativ können

Skribble macht es Ihnen leicht, Ihre Identität zu prüfen. © Placeit

Weiter wird es schon in naher Zukunft möglich sein, sich mit einer bestehenden E-ID anzumelden – so entfällt eine erneute Identifitätsprüfung. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die betroffene E-ID auf höchster Sicherheitsstufe beruht.

Ein mann steht mit einem riesen füller neben einem elektronischen dokument

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