March 16, 2022

Skribble feiert 4-jähriges Jubiläum

Luc Lippuner

Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht: schon ist es vier Jahre her, seit Skribble am 16. März 2018 gegründet wurde. Ein Jahr später, am 27. März 2019, gingen wir mit unserer E-Signing-Plattform live. Heute ist Skribble Schweizer Marktführer und expandiert in die DACH-Region sowie ganz Europa. 

Philipp, wie fühlst du dich, wenn du daran denkst, was Skribble in so kurzer Zeit erreicht hat?

Es erfüllt mich mit Stolz und Freude zu sehen, was wir als Team auf die Beine gestellt haben. Manchmal kann ich es selbst kaum glauben. Natürlich hatten wir zu Beginn eine Vorstellung, wie es ungefähr werden sollte. Einen grossen Teil davon nun in Tat umgesetzt zu sehen, ist aber – ich kann es nicht anders ausdrücken – “crazy” und überwältigend. 

Wurden deine Erwartungen erfüllt? 

Mehr als das. Am Anfang waren meine Erwartungen klein – die Träume dafür aber umso grösser: Wir wollten eine Firma erschaffen, die einen echten Pain löst und auch als solche am Markt wahrgenommen wird. Zudem sollten wir international wachsen, ja vielleicht sogar einen Unicorn-Status erlangen… Im Moment sind wir auf gutem Weg, all dies zu erreichen.

Was denkst du, wieso konnte Skribble solche Erfolge erzielen?

Wir haben eine Firma mit einer tollen Kultur geschaffen – unsere Mitarbeitenden sind mit Begeisterung bei der Arbeit und entwickeln Skribble gemeinsam weiter. Das ist unglaublich viel wert und müssen wir erhalten. Auch das Business-Modell funktioniert. Die Kombination aus diesen zwei Aspekten ist das Nonplusultra und macht diesen Erfolg erst möglich.

Was macht Skribble anders?

Wir sind sehr schnell unterwegs. Das sehe ich im Austausch mit anderen Gründern – Leute in vergleichbarer Position, die ich vor zwei Jahren noch um Rat bat, kommen nun plötzlich auf uns zu und wollen wissen, was unser Erfolgsrezept ist (lacht).

Sind solche Situationen für dich Erfolgs-Momente?

Ja! Aber nicht nur. Es ist auch komisch. Da stehen plötzlich über 50 Leute, die alle für Orientierung zu mir hochblicken. Das ist neu für mich und fällt mir nicht immer ganz leicht (schmunzelt). Ich strebe bei Skribble flache Hierarchien an. Trotzdem liegt es in meiner Verantwortung als CEO, alle mit auf diese Reise zu nehmen und sicherzustellen, dass das Arbeiten weiterhin Spass macht und Sinn stiftet. 

Wo siehst du noch Verbesserungspotential?

Ich möchte mich zum Beispiel in meiner Rolle als CEO noch verbessern. Ich habe hohe Erwartungen an mich und mein Umfeld. Das kann sich zum Teil in Druck umwandeln, der sich eher blockierend als motivierend auf das Team auswirkt. Und: Ich sehe noch Luft nach oben, was das “Erfolge-Feiern” bei Skribble angeht. Da möchte ich in Zukunft öfter mit gutem Beispiel vorangehen. Es ist und bleibt ein wichtiger Teil des Ganzen – gerade auch in Hinsicht auf das Pflegen unseres Spirits. Mir fällt das nicht immer ganz leicht, da ich mit dem Kopf immer schon in übernächsten Themen und Herausforderungen stecke (lacht). 

Fun Fact 1  

Du hast einmal gesagt, du seist allergisch gegen Papier und hättest darum Skribble aus dem Boden gestampft – sogar einen Hustenanfall hast du vorgetäuscht. Was ist da dran?

(lacht) Das stimmt genau! Ich bekomme nur schon einen Ausschlag, wenn ich an Papier denke.  Unterschreiben auf Papier geht heute einfach nicht mehr – ich sehe keinen Sinn darin. Damit meine ich alles, was vertraglich unterzeichnet werden muss. Zwar schreibe ich schon länger keine Liebesbriefe mehr (oder vielleicht sollte ich?...), aber das wäre in meinen Augen dann auch der einzige gute Grund, meine Allergie zu überwinden (lacht). Ansonsten sehe ich in der digitalen Welt keinen Platz mehr für Papier und Kugelschreiber. 

Ist deine Papierallergie also der Grund, weshalb es Skribble gibt? 

Sagen wir es so – sie ist sicher nicht ganz unschuldig daran. Als wir Skribble gründeten, wollten wir einen zentralen “Pain” lösen: Eine Lösung für die qualifizierte elektronische Signatur (QES) bauen, die einfach verständlich und sofort einsetzbar ist. Wir wussten, dass es einen grossen europäischen Markt für die QES gab – die damals verfügbaren Lösungen waren aber allesamt zu kompliziert oder erforderten einen grossen IT-Aufwand für den Endkunden. Anders bei Skribble, wo alles von Anfang an mit dabei ist – und das erst noch intuitiv und plattformunabhängig. 

Wie ging es dann weiter?

Als mehr und mehr Kunden kamen, merkten wir, dass wir nicht alle Anwendungsfälle abdecken konnten. Gewisse Kunden brauchten keine QES – auch weil diese aufgrund der aufwändigen Identifikation zum Teil ein Business-Bremser war. Darum ergänzten wir unser Angebot um die einfache und fortgeschrittene E-Signatur, so dass wir seit April 2020 alle in der EU und der Schweiz gesetzlich definierten E-Signatur-Standards aus einer Hand anbieten können. 

Wie wirkte sich das auf den Geschäftsgang aus?

Die Bestätigung am Markt blieb nicht lange aus: Unsere User Experience (UX) kam sehr gut an und mit der Königsdisziplin QES hatten wir bereits im ersten Anlauf die erforderliche Vertrauensbasis geschaffen. So fanden nun auch Kunden zu uns, die vorwiegend die einfache (EES) oder fortgeschrittene (FES) elektronische Signatur einsetzen wollten. 

Und heute? Wo siehst du unseren grossen USP?

Wir bieten alle E-Signing-Standards aus einer Hand – und das mit Top UX sowie mit maximaler Sicherheit und auf höchstem Datenschutz-Level. Bei Skribble müssen keine Abstriche gemacht werden. Wir machen E-Signing nicht nur für unsere Nutzer so einfach wie irgendwie denkbar, sondern erleichtern auch Unternehmen das interne Roll-out und die Integration in bestehende Systeme mit unserer API und fixfertigen Plug-ins. 

Was machen wir anders als die Konkurrenz?

Wir vereinen verschiedene Vertrauensdienste- (VDA) und Identitätsanbieter (IA) unter einem Hut – das ist europaweit einzigartig. Bei der Konkurrenz entscheidest du dich – wenn überhaupt – für je einen VDA und IA. Bei uns variieren die Komponenten dahinter: So bleiben wir flexibel und können jedem Nutzer bei jedem Signatur-Vorgang das beste Erlebnis bieten. 

Fun Fact 2

Die 1. Finanzierungsrunde im Mai 2019 fand in derselben Woche statt wie die Geburt deiner Zwillinge. Wie hast du diese Woche in Erinnerung?
(Lacht) Stimmt. Das war schon sehr intensiv. Obwohl ich eigentlich zwei Wochen Ferien hatte und mein Fokus bei meiner Frau und den Twins lag. Zum Glück konnte ich mich auf ein tolles Team verlassen, dass mir den Rücken freihielt. Das ist übrigens auch heute noch so.

Wenn du auf die erreichten Meilensteine blickst, welches war der schönste Moment?

Das Go-Live im März 2019 war schon ein grosser Moment. Wir hatten ein cooles Team zusammengestellt und der Service konnte endlich lanciert werden. Der grösste Meilenstein steht für mich allerdings immer am Ende jedes Jahres an: Zurückzublicken und mich zu versichern, dass wir weiterhin eine konstruktive Firmenkultur haben und mit Skribble einen echten Pain lösen. Das erfüllt mich mit Stolz.

Welche Meilensteine erwarten uns noch im 2022?

Wir sind dabei, das Signieren-ohne-Konto-Verfahren weiter auszurollen. Das Signieren mit QES kommt dann aus einem Guss, indem wir die Identifikation absolut nahtlos ins Nutzererlebnis integrieren. In der Schweiz wird zudem endlich die Video- und Remote-Identifikation für QES gesetzlich möglich – der Gang zur Identifikationsstelle kann sich dann also jeder ersparen. Weiter wollen wir einen oder zwei zusätzliche Märkte in Europa erschliessen. 

Vielen Dank dir Phil für deine wertvolle Zeit. Wir werden den 4. Geburtstag gebührend feiern. 

Skribble Meilensteine im Überblick

  • 2. Januar 2022: 50. Skribble-Anstellung, Stand heute: 52 Mitarbeitende
  • 7. Juni 2021: Bank-Identifikation für QES in Deutschland
  • 17. Februar 2021: Plug-ins für Microsoft OneDrive, SharePoint & GoogleDrive
  • 21. Januar 2021: Video-Identifikation für QES nach EU-Gesetz
  • 1. April 2020: Abdeckung aller E-Signatur-Standards (EES, FES, QES)
  • 15. Oktober 2019: Launch von Skribble Business
  • 27. März 2019: Go-Live der E-Signatur-Plattform
  • 1. Juni 2018: Partnerschaft mit Swisscom für QES

Wie alles begann...

  • 1. Skribble-Workshop

    Sommer 2018

    Die ersten Skribble Mitarbeitenden werden angestellt.

  • Erstes Skribble-Office

    Herbst 2018

    Erster Arbeitstag im neuen Skribble-Office.

  • Skribble Go-Live Event

    Frühling 2019

    Skribble ist live! Der Go-Live Event mit unseren ersten Kunden und Investoren.

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